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75 Mieter in Genf müssen Wohnungen wegen Einsturzgefahr verlassen

Wegen Einsturzgefahr müssen Dutzende Mieter im Genfer Stadtteil Servette ihre Wohnungen verlassen. Statische Prüfungen bei Renovierungsarbeiten brachten strukturelle Schwächen an drei Gebäuden zu Tage.
Dieses Gebäude in Genf droht einzustürzen. 75 Menschen müssen ihre Wohnungen verlassen. Migros, Denner, McDonald's und weitere Geschäfte bleiben vorerst geschlossen. (Bild: Keystone/MARTIAL TREZZINI)

Dieses Gebäude in Genf droht einzustürzen. 75 Menschen müssen ihre Wohnungen verlassen. Migros, Denner, McDonald's und weitere Geschäfte bleiben vorerst geschlossen. (Bild: Keystone/MARTIAL TREZZINI)

(sda)

Betroffen sind rund 75 Mieterinnen und Mieter in 26 Wohnungen, wie Marc Comina, Sprecher der Gebäudebesitzer, am Donnerstag der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte. Die Mieter seien am Mittwochabend über das Sicherheitsrisiko informiert worden.

Nach dieser Veranstaltung hätten es vier Mieter - zwei Paare - vorgezogen, im Hotel zu übernachten. Ziel sei es, dass innert Wochenfrist für alle Mieter eine provisorische Lösung gefunden werde. Mit dem Kanton und der Stadt seien offizielle Kontakte geknüpft worden, um einige Mieter in Notunterkünfte zu verlegen, sagte er.

Auch das Gewerbe befindet sich in einer schwierigen Situation. Die Migros, Mieterin von rund 1800 Quadratmetern Verkaufsfläche an diesem Standort, kündigte am Mittwochabend an, dass sie ihr Geschäft und den Take away aus Sicherheitsgründen schliessen müsse.

Die Filialen von Denner und McDonald's zogen nach. Andere Geschäfte waren zunächst noch geöffnet, wie ein Journalist der Nachrichtenagentur Keystone-SDA vor Ort feststellte.

Tickende Zeitbombe

Es ist ein Glück, dass die die statischen Schwächen an den 1964 fertiggestellten Bauten überhaupt entdeckt wurden. «Ohne die laufenden Bauarbeiten und die damit verbundenen Prüfungen hätten die Gebäude sehr wohl in fünf oder zehn Jahren spontan zusammenbrechen können», räumte Kantonsarchitekt Francesco Della Casa im Westschweizer Fernsehen RTS ein.

Es dauere mindestens zwei Monate, um die Liegenschaften statisch zu sichern, sagte der Sprecher der Gebäudebesitzer, Comina, weiter. Was danach mit den Gebäuden passiere, sei noch unklar. Dies hänge von den weiteren Studien der Ingenieure und den Möglichkeiten der Bauherren ab.

Der Mieterverband Asloca arbeitet an einer Vereinbarung für die betroffenen Mieter. Bis am Montag soll ein entsprechender Grundsatzentwurf stehen, wie Alsoca-Anwalt Christian Dandrès einen Bericht der «Tribune de Genève» bestätigte. Eine Lösung wollen auch die zehn betroffenen Unternehmen, die wegen der Evakuierung der Gebäude Einnahmenausfälle hinnehmen werden müssen.

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