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Aargau handelt Kulturlastenausgleich an Luzern und Zürich runter

Der Kanton Aargau muss ab kommendem Jahr weniger an die Zürcher und Luzerner Kultureinrichtungen bezahlen. Die drei Verhandlungspartner einigten sich auf einen Kompromiss. Angeregt hatte die Senkung der Kulturlastenbeiträge ein Vorstoss im Aargauer Parlament.
Roseline Troxler
Die Stadtmusik Willisau spielt am World Band Festival vor dem KKL. (Bild: Eveline Beerkircher (Luzern, 22. Februar 2018))

Die Stadtmusik Willisau spielt am World Band Festival vor dem KKL. (Bild: Eveline Beerkircher (Luzern, 22. Februar 2018))

Für die drei grossen Kulturinstitutionen erhält der Kanton Luzern von anderen Kantonen Geld. Eine interkantonale Vereinbarung hat zum Ziel, Lasten der Kantone Luzern oder Zürich wegen überregional bedeutsamen Kulturinstitutionen abzugelten. Der Ausgleich berücksichtigt die öffentlichen Ausgaben für das Luzerner Sinfonieorchester, das Luzerner Theater und das KKL Luzern. Die Kantone, welche zur Vereinbarung gehören, beteiligen sich an diesen Ausgaben, wobei die Beiträge gemäss dem Publikumsaufkommen ermittelt werden.

Der Kulturlastenausgleich ist seit 2010 in Kraft und geriet in den letzten Jahren unter Druck. So hat etwa das Schwyzer Stimmvolk 2017 entschieden, Ende 2021 aus der Vereinbarung auszutreten. Im Aargau, der pro Jahr 5,6 Millionen Franken an Luzern und Zürich zahlt, wurde ein Postulat überwiesen, der Ausgleich sei neu zu verhandeln. Nun haben Luzern, Aargau und Zürich einen Kompromiss gefunden, der von 2019 bis 2024 gilt: So soll der Aargau ab 2019 jährlich rund 5,25 Millionen zahlen – das Postulat verlangte 4,9 Millionen.

Genaue Einbusse muss noch berechnet werden

Der Luzerner Bildungs- und Kulturdirektor Reto Wyss ist «froh, dass wir mit der Aargauer Regierung diesen Kompromiss aushandeln konnten». Er hoffe, dass das Aargauer Parlament dem Vorschlag folgt. Aktuell erhält Luzern vom Aargau 940 000 Franken pro Jahr. «Wie viel es künftig sein werden, wissen wir erst, wenn die Beiträge Ende 2019 neu berechnet sind.» Entscheidend dafür sind die Publikumszahlen der Kulturhäuser. Wyss rechnet pro Jahr mit Einbussen von 30 000 bis 50 000 Franken. «Das Verhandlungsergebnis hat keine direkten Auswirkungen auf die Kulturinstitutionen, weil die Beiträge an die Standortkantone fliessen.»

«Die Kantone stehen generell unter einem gewissen finanziellen Druck. Ich hoffe, dass nun nicht weitere Beitragsreduktionen folgen.»

Reto Wyss, Luzerner Bildungs- und Kulturdirektor

Gibt es nun einen Dominoeffekt? Wyss: «Die Kantone stehen generell unter einem gewissen finanziellen Druck. Ich hoffe, dass nun nicht weitere Beitragsreduktionen folgen.» Das Publikum der anderen Kantone werde die grossen Kultureinrichtungen auch künftig besuchen. «Wir hoffen, dass diese Besuche weiterhin fair abgegolten werden.»

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