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AKW Leibstadt: Notstandssystem war nur eingeschränkt verfügbar

Im AKW Leibstadt AG war das Notstandssystem während zweier Monaten nur eingeschränkt verfügbar. Unter anderem waren zwei Armaturen geschlossen statt gedrosselt. Das AKW meldete das Vorkommnis der Atomaufsichtsbehörde ENSI.
Im AKW Leibstadt im Kanton Aargau war das Notstandsystem während zweier Monaten nur eingeschränkt verfügbar. (Bild: KEYSTONE/ALEXANDRA WEY)

Im AKW Leibstadt im Kanton Aargau war das Notstandsystem während zweier Monaten nur eingeschränkt verfügbar. (Bild: KEYSTONE/ALEXANDRA WEY)

(sda)

Im Rahmen eines regelmässigen Tests habe die Kernkraftkwerk Leibstadt AG (KKL) festgestellt, dass zwei Armaturen im Notstandssystem «Special Emergency and Heat Removal System» (SEHR) die falsche Stellung aufgewiesen hätten, teilte das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI) am Donnerstag mit.

Statt gedrosselt waren die Armaturen geschlossen. Die korrekte Stellung der Armaturen wäre gemäss ENSI bei einer Anforderung des Notstandssystems für die Kühlung einer der beiden Hauptpumpen und des zugehörigen Pumpenraums entscheidend gewesen.

Im Rahmen der Ursachenabklärung sei erkannt worden, dass sich die Armaturen bereits seit Ende Februar in der Fehlstellung befunden hätten. Im Zeitraum bis zur Entdeckung der Fehlstellung Anfang Mai seien geplante Instandhaltungsmassnahmen an einer Division des Kernnotkühlsystems durchgeführt worden.

Ein Test Anfang Mai hatte gemäss ENSI ergeben, dass bei einem Notstromdieselgenerator einer anderen Division ein latenter Fehler vorhanden war. Dies habe zu einer weiteren potenziellen Nichtverfügbarkeit geführt.

«Leicht erhöhte» Wahrscheinlichkeit

Die KKL ordnete das Vorkommnis aufgrund der gleichzeitigen Nichtverfügbarkeiten auf der Stufe 1 ("Anomalie») der siebenstufigen internationalen Ereignisskala INES zu.

Die Betriebsvorgaben schrieben vor, dass lediglich zwei der fünf im AKW vorhandenen Systeme zur gleichen Zeit nicht zur Verfügung stehen dürften, schreibt der AKW-Betreiber in einer Medienmitteilung.

Die Wahrscheinlichkeit eines erheblichen Folgeschadens durch die zeitliche Überlappung der Nichtverfügbarkeiten sei «leicht erhöht» gewesen, hält der AKW-Betreiber fest. fest. Er stützt sich auf eine risikotechnische, probabilistische Sicherheitsanalyse.

Das ENSI wird den Bericht des AKW-Betreibers und die INES-Einstufung nach eigenen Angaben prüfen und Stellung dazu nehmen.

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