Armee verhängt Urlaubssperre für die letzten zwei RS-Wochen

Für die letzten beiden Wochen ihrer RS müssen die Rekruten auf den Urlaub verzichten. Die Armee will nicht, dass auf den letzten Drücker noch Infektionen mit dem Coronavirus eingeschleppt werden. Wiederholungskurse sind von der Urlaubssperre nicht betroffen.

Drucken
Teilen
Dienst mit Schutzmaske: Die Ehrengarde der Schweizer Armee beim Besuch des österreichischen Bundeskanzlers Sebastian Kurz in Kehrsatz BE.

Dienst mit Schutzmaske: Die Ehrengarde der Schweizer Armee beim Besuch des österreichischen Bundeskanzlers Sebastian Kurz in Kehrsatz BE.

KEYSTONE/ALESSANDRO DELLA VALLE
(sda)

Die Sperre des Wochenendurlaubs für die rund 10'000 Rekrutinnen und Rekruten gilt bis Ende Oktober, wie Armeesprecher Daniel Reist am Mittwoch eine Meldung des Onlineportals blick.ch bestätigte. Die meisten Rekrutenschulen sind derzeit in der 16. von 18 Wochen. Die Armee reagiert damit auf den Anstieg der Infektionszahlen.

In der Armee gibt es nach Angaben Reists derzeit 24 Fälle einer Ansteckung mit dem Coronavirus. Alle diese Fälle seien aus dem Urlaub eingeschleppt worden. Innerhalb des Militärs selbst sei es zu keinen Ansteckungen gekommen.

Die Armee wolle nun nicht Gefahr laufen, dass sich das ändert und die Rekrutenschulen ordnungsgemäss abschliessen, erklärte der Sprecher. Dann sollen möglichst alle Armeeangehörigen gesund aus der RS entlassen werden. Dass die Rekrutenschulen regulär durchgeführt werden konnten, sei auf die strikte Einhaltung des Schutzkonzeptes zurückzuführen, hiess es weiter.