Auch wegen Corona: Kanton Bern verstärkt Wildhut

Der Kanton Bern engagiert drei zusätzliche Wildhüterinnen oder Wildhüter. Er will damit die Aufsicht in den Naturschutz- und Wildschutzgebieten verstärken.

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Berner Wildhüter anlässlich einer Übung 2016 im Emmental.

Berner Wildhüter anlässlich einer Übung 2016 im Emmental.

KEYSTONE/PETER SCHNEIDER
(sda)

Grund dafür ist, dass es in den letzten Jahren in den Naturschutzgebieten zu immer mehr Störungen und Regelverstössen gekommen ist. Wie die kantonale Wirtschafts-, Energie- und Umweltdirektion (WEA) am Montag mitteilte, hat die Corona-Pandemie den Besucherdruck in einigen Gebieten nochmals erhöht. Es gibt Besucherinnen und Besucher, die illegal Feuer entfachen, campieren, laut Musik abspielen, Hunde laufen und den Abfall liegen lassen.

Vor allem in Schutzgebieten am Augstmatthorn und auf der Engstlenalp im Berner Oberland, dem Selhofenzopfen an der Aare bei Kehrsatz, der Combe-Grède im Berner Jura und in den Ufergebieten des Bielersees ist dies laut der WEA-Mitteilung der Fall.

Die Aufstockung des Wildhüterkorps sei von verschiedenen Seiten gefordert worden, heisst es weiter, so unter anderem vom Bund. Dieser beteiligt sich an den Personalkosten der Aufsicht in den eidgenössischen Schutzgebieten.

Aktuell besteht das Korps der bernischen Wildhüterinnen und Wildhüter aus 25 Personen. Bei ihrer Aufsicht unterstützt werden sie von Rangern und der freiwilligen Naturschutzaufsicht.