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Auftakt zum neuen Schuljahr in zwölf Schweizer Kantonen

Am kommenden Montag geht in vielen Teilen der Deutschschweiz der Schulbetrieb wieder los. In zwölf Kantonen beginnt das neue Schuljahr. In den restlichen Kantonen dauern die Sommerferien bis zu zwei Wochen länger. Schwierig bleibt die Besetzung der Lehrerstellen.
Die Gänge und Garderoben in den Schulhäusern sind bald wieder belebt. Am Montag gehen in zwölf Kantonen die Sommerferien zu Ende. (Bild: KEYSTONE/GEORGIOS KEFALAS)

Die Gänge und Garderoben in den Schulhäusern sind bald wieder belebt. Am Montag gehen in zwölf Kantonen die Sommerferien zu Ende. (Bild: KEYSTONE/GEORGIOS KEFALAS)

(sda)

Fertig lange Ferien heisst es am 13. August für die Volksschüler in den Kantonen Aargau, Appenzell-Innerrhoden, Appenzell-Ausserrhoden, Basel-Stadt, Baselland, Glarus, St. Gallen, Schaffhausen, Thurgau, im deutschsprachigen Teil des Kantons Bern sowie in vielen Gemeinden des Kantons Solothurn.

Erst am 20. August müssen die Kinder in den restlichen Deutschschweizer Kantonen sowie in den drei französischsprachigen Kantonen Neuenburg, Jura und Wallis wieder in die Schule. In Genf, der Waadt und Freiburg geht es erst am 27. August los. Die Tessiner lassen sich bis am 2. September Zeit.

Obwohl noch keine gesamtschweizerische Übersicht zu den Schülerzahlen vorliegt, wird die Zahl der Volksschüler auch im neuen Schuljahr wiederum höher liegen als im Vorjahr. «Die Schülerzahlen sind stark ansteigend», sagt Franziska Peterhans, Zentralsekretärin des Dachverbandes Lehrerinnen und Lehrer Schweiz (LCH), gegenüber der Agentur Keystone-SDA.

Gemäss neustem Bildungsbericht werden bis zum Jahr 2025 rund 117'000 Schülerinnen und Schüler mehr die Volksschule besuchen als 2016. Zudem hat die Pensionierungswelle bei den Lehrern laut Peterhans ihren Höhepunkt erreicht.

Tipps für den sicheren Schulweg

Zu wenig neu ausgebildete Lehrpersonen

Die frei werdenden und die notwendigen neuen Stellen zu besetzen, bleibt eine Herausforderung. «Wir bräuchten doppelt so viele neue Lehrkräfte, wie wir in der Schweiz derzeit ausbilden», rechnet Peterhans vor. Spezifische Fachkräfte wie zum Beispiel Heilpädagogen, die in den heute gängigen integrativen Schulmodellen eine wichtige Rolle spielen, seien nur schwer zu finden.

Nur jede zweite solche Stelle könne mit einer Fachkraft besetzt werden. Der Rest sei ohne entsprechende Ausbildung in diesem Bereich tätig. «Wir haben insgesamt einen qualitativen Lehrermangel», sagt Peterhans. Im Kanton Bern beispielsweise sind für ausgeschriebene Stellen keine Bewerbungen eingegangen.

In der Romandie ist die Pensionierungswelle in diesem Jahr nicht so ausgeprägt, dass man Angst vor einem ausgeprägten Lehrermangel hat, wie Samuel Rohrbach, Präsident des Lehrerverbandes der Westschweiz (SER), auf Anfrage von Keystone-SDA erklärte. Schwierig sei am ehesten, genügend Deutschlehrer zu finden.

Dass einige Kantone weniger Mühe haben als andere, genügend Lehrpersonal für die Volksschule zu finden, hat auch mit den sehr unterschiedlichen kantonalen Lohnniveaus zu tun. Peterhans nennt die Beispiele der Nachbarkantone Zug/Luzern, Solothurn/Bern oder Zürich/St. Gallen. Zug etwa zahle deutlich bessere Löhne als Luzern. Für Luzerner Lehrkräfte sei der Weg nach Zug nicht weit.

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