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Auftragseingang von Rieter geht stark zurück

Der Spinnereimaschinenhersteller Rieter leidet noch immer unter dem schwierigen Marktumfeld. Der Auftragseingang ging in den ersten neun Monaten stark zurück.
Die Spinnmaschinen von Rieter finden derzeit kaum Abnehmer. (Bild: KEYSTONE/ALESSANDRO DELLA BELLA)

Die Spinnmaschinen von Rieter finden derzeit kaum Abnehmer. (Bild: KEYSTONE/ALESSANDRO DELLA BELLA)

(sda/awp)

Konkret erhielt das Winterthurer Unternehmen Bestellungen in der Höhe von 524,5 Millionen Franken, was einem Rückgang um 30 Prozent entspricht. Im dritten Quartal für sich allein betrachtet trafen Aufträge über 146,2 Millionen ein (VJ: 238,0 Mio), wie Rieter am Dienstag mitteilte.

Analysten hatten zwar mit einem Rückgang gerechnet, aber nicht in diesem Ausmass. Im Durchschnitt (AWP-Konsens) wurden für die ersten neun Monate Bestellungen in der Höhe von 593,0 Millionen und für das dritte Quartal von knapp 215 Millionen prognostiziert.

Marktanteil stabil

Insbesondere die Nachfrage nach neuen Maschinen (-41%) harzte weiterhin, wie das Unternehmen mitteilte. Aber auch das Kompontenten- (-16%) und After-Sales-Geschäft (-14%) erhielt weniger Aufträge.

Ursachen der «herausfordernden Marktlage» seien die Überkapazitäten in den Spinnereien, der Handelskonflikt zwischen den USA und China sowie politische und ökonomische Unsicherheiten in anderen wichtigen Regionen. Betont wurde allerdings, dass sich der Marktanteil weiterhin bei rund 30 Prozent bewege.

Nicht in den Neun-Monatszahlen enthalten ist bekanntlich ein Grossauftrag aus Ägypten, den Rieter kürzlich an Land gezogen hat. Dieser soll zum grössten Teil (165 Mio) im vierten Quartal 2019 verbucht werden.

Umsatzziel bestätigt

Für das Gesamtjahr bestätigte das Unternehmen die Ziele im Grossen und Ganzen. Es geht unverändert von einem «deutlichen Rückgang» beim Umsatz und beim Ergebnis aus dem laufenden Geschäft aus. Der ausgewiesene EBIT und Reingewinn würden jedoch wegen eines Sondereffekt «sehr deutlich» über dem Vorjahr liegen.

Der Grund sind die Einnahmen aus dem im September abgeschlossenen Verkauf des nicht mehr benötigten Fabrikareals im deutschen Ingolstadt. Dieser spült bekanntlich rund 60 Millionen Euro in die Kassen.

Trotz des harzenden Geschäfts kündigte Rieter in der Mitteilung keine weiteren Sparmassnahmen an. Die eingeleiteten Kostensenkungsmassnahmen seien weitestgehend umgesetzt.

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