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Ausstellung in Bern wirft fotografischen Blick auf den Politalltag

Keystone-SDA-Fotograf Peter Klaunzer hat im vergangenen Jahr Bundespräsident Alain Berset begleitet. Die entstandenen Fotografien werfen einen präzisen Blick auf den Alltag in der hohen Politik. Zu sehen sind die Bilder im Berner Kornhausforum.
(sda)

Nahe dabei, doch unaufgeregt und mit ruhigem, dokumentarischem Blick hat Klaunzer den Bundespräsidenten 2018 auf dem politischen Parkett, aber auch in stilleren Momenten abgelichtet. Vielleicht habe Klaunzer nicht im spektakulärsten, aber im richtigen Moment abgedrückt, schreibt das Kornhausforum in einer Mitteilung.

Anders als etwa die USA kennt die Schweiz kein politisches System mit einem mächtigen Präsidenten. Die Regierungsgewalt obliegt dem gesamten Bundesrat mit seinen sieben Mitgliedern.

Der Schweizer Bundespräsident ist demnach kein Staatsoberhaupt, sondern lediglich ein «primus inter pares», also der Erste unter Gleichrangigen. Dennoch übernimmt der Bundespräsident gewisse Repräsentationsaufgaben eines Staatsoberhauptes.

Das bedeutet, dass ein Bundespräsident viel unterwegs ist, für die Schweiz und in der Schweiz. Klaunzers Bilder, die auch in einem Buch im Stämpfli-Verlag erschienen sind, lassen den Betrachter hinter die Kulissen blicken. Dabei wird deutlich, wie breit die internationalen Kontakte des Bundespräsidenten sind und wie vernetzt die Schweiz mit der Welt ist.

Der Schweizer Bundespräsident, der unkompliziert auf einem Randstein sitzt und Akten studiert, hat weltweit für Aufsehen gesorgt. (Bild: KEYSTONE/PETER KLAUNZER)

Der Schweizer Bundespräsident, der unkompliziert auf einem Randstein sitzt und Akten studiert, hat weltweit für Aufsehen gesorgt. (Bild: KEYSTONE/PETER KLAUNZER)

Berset sei sehr interessiert an Fotografie und habe sich für das Fotoprojekt sehr offen gezeigt, sagt Klaunzer. An die Frankfurter Buchmesse habe er Berset probehalber einen Tag lang begleitet und «am Abend war klar, wir machen das», erzählt der Fotograf.

Berset habe zwei Vorgaben gemacht: Sein privates Umfeld durfte nicht fotografiert werden und bei Bildern, die dort entstanden, wo die Presse normalerweise keinen Zugang hat, wollte der Bundespräsident ein Vetorecht. «Davon Gebrauch gemacht hat er nie», erzählt Klaunzer.

Auf die Menschen zugehen

Der Keystone-SDA-Fotograf erlebte Berset als offen und direkt auf die Menschen zugehend. Eindrücklich war für Klaunzer, wie Berset zum Beispiel anlässlich eines Besuchs in Bangladesh in einem Flüchtlingslager darauf pochte, mit geflüchteten Rohingyas selber zu sprechen. Dadurch seien eindrückliche, persönliche Begegnungen möglich geworden, erinnert sich Klaunzer.

Klaunzer begleitete Berset unter anderem am Weltwirtschaftsforum in Davos oder in New York bei der UNO. Dort entstand auch der Schnappschuss, der Berset zeigt, wie er vor dem UNO-Gebäude unkompliziert auf einem Randstein sitzt und Unterlagen studiert.

Das Bild des «Swiss President», der sich lieber in Akten vertieft als sich um seinen Status zu sorgen, verbreitete sich in Windeseile in der Presse und in den sozialen Medien.

Peter Klaunzer ist seit 2006 Fotograf der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Der gebürtige Liechtensteiner lebt in Bern. Die Ausstellung im Berner Kornhausforum dauert vom 1. Februar bis am 2. März.

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