Baselland ruft wegen des Coronavirus die Notlage aus

Die Baselbieter Regierung hat wegen des Coronavirus am Sonntag die Notlage ausgerufen. Restaurants, Hotels, Kinos und Sportzentren werden geschlossen. Sämtliche öffentlichen wie auch privaten Anlässe mit mehr als 50 Personen sind ab Montag um 6 Uhr verboten.

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Der Baselbieter Gesamtregierungsrat informierte am Sonntag über verschärfte Massnahmen wegen der Ausbreitung des Coronavirus.

Der Baselbieter Gesamtregierungsrat informierte am Sonntag über verschärfte Massnahmen wegen der Ausbreitung des Coronavirus.

Keystone/Dominique Spirgi
(sda)

Geschlossen werden sollen alle Verkaufsstätten, die nicht der Grundversorgung dienen, sowie alle Gastrobetriebe, wie die Regierung am Sonntag vor den Medien erklärte. Angesichts der raschen Verbreitung des Coronavirus sehe sich der Regierungsrat gezwungen, weitergehende Massnahmen zu ergreifen, um den Anstieg der Krankheitszahlen so weit wie möglich zu verlangsamen, hiess es.

Zu Sicherstellung der Spitalversorgung wird der Standort Bruderholz an der Kantonsgrenze zu Basel-Stadt zum «Referenzspital Covid-19» erklärt, wie Gesundheitsdirektor Thomas Weber (SVP) sagte. In den Gemeinden Münchenstein und Lausen würden zusätzliche Abklärungszentren für Coronavirus-Tests eingerichtet. Personen, die möglicherweise am Virus erkrankt sind, werden im Kanton nicht mehr in Arztpraxen und in Notfallstationen getestet.

Um diese Massnahmen umsetzen zu können, hat die Regierung die Notlage gemäss des kantonalen Gesetzes über den Bevölkerungsschutzes und Zivilschutzes erklärt. Anwesend an der Medienkonferenz vom Sonntag im Landratssaal waren der Gesamtregierungsrat sowie der Leiter des kantonalen Krisenstabs.