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Basler Frühjahrsmesse Muba öffnet zum letzten Mal

Zum 103. und letzten Mal öffnet die Muba am Freitag in Basel ihre Tore. An der Dernière der ältesten Publikumsmesse der Schweiz sind 605 Aussteller mit dabei, 16 weniger als 2018.
(sda)

Unter anderem präsentiert sich an der bis zum 17. Februar dauernden Frühjahrsmesse das Gastland Japan, wie es in einer Mitteilung der Messe heisst. Als Gastregion ist Appenzell vertreten. Der Eintritt ist bei der letzten Ausgabe gratis.

Eingang zur MUBA Baasel, fotografiert anlaesslich der letzten MUBA Eroeffung nach 103 Jahren MUBA, am Freitag, 8. Februar 2019 bei der Messe Basel.(KEYSTONE/Patrick Straub)

Eingang zur MUBA Baasel, fotografiert anlaesslich der letzten MUBA Eroeffung nach 103 Jahren MUBA, am Freitag, 8. Februar 2019 bei der Messe Basel.(KEYSTONE/Patrick Straub)

Die wegen fundamentalen Veränderungen in der Messe- und Eventbranche in Schwierigkeiten geratene MCH Group hat im vergangenen Sommer entschieden, die Muba einzustellen. Die Messe litt seit Jahren unter einem Publikumsschwund. 2018 waren noch rund 124'000 Besucherinnen und Besucher gezählt worden.

Stärkung nationaler Produkte

In ihren besten Zeiten hatte die Mustermesse mehr als eine Million Besuchende. Erstmals durchgeführt worden war die Muba als Schweizer Mustermesse im Frühling 1917. Sie sollte als nationale Leistungsschau während des Ersten Weltkriegs den «Überlebenswillen der Schweiz und die landeseigenen Produkte stärken».

Besucher und eine Arbeiterin in der Maschinenhalle an der Mustermesse im Jahr 1960. (Bild: KEYSTONE/STR)
1966 stehen Besucher und Besucherinnen der Mustermesse Schlange für eine Sonderausstellung in einem Postauto. (Bild: KEYSTONE/STR)
Die Chemische Fabrik vormals Sandoz stellt 1918 den künstlichen Süssstoff Saccharin ins Zentrum ihres Messestandes. (Bild: KEYSTONE/A. TEICHMANN)
An der Messe präsentieren anfänglich ausschliesslich Schweizer Aussteller ihre Muster. Hier die Halle 3 im Jahr 1918. (Bild: KEYSTONE/A. TEICHMANN)
Präsentation einer Anzeigetafel für wechselnde Mitteilungen an Flugplätzen, Bahnhöfen und Börsen mit elektronischer Steuerung und Dateneingabe mit der Schreibmaschine an der 48. Mustermesse im Jahr 1964. (Bild: KEYSTONE/STR)
Die erste Schweizer Mustermesse findet 1917 unter anderem im Basler Stadtcasino statt. (Bild: KEYSTONE/STR)
Ein Ski-Heimtrainer an der Mustermesse im April 1971. (Bild: KEYSTONE/STR)
Ein Verkäufer zeigt einer Besucherin 1990 die neusten Waschmaschinen. (Bild: KEYSTONE/MICHAEL KUPFERSCHMIDT)
Unter dem Titel «Bauen für Europa» stellen 1993 die SBB das Projekt Alptransit in einer ganzen Halle Schweizer Mustermesse in Basel vor. (Bild: KEYSTONE/MICHAEL KUPFERSCHMIDT)
1987 werden an der Mustermesse zwei Solarmobile aus der Schweiz gezeigt. (Bild: KEYSTONE/MICHAEL KUPFERSCHMIDT)
«Rasierbar» an der Schweizer Mustermesse 1974. (Bild: KEYSTONE/STR)
Grottino Ticinese and der Mustermesse 1985. (Bild: KEYSTONE/STR)
Fernsehstudio an der 52. Mustermesse in Basel, aufgenommen am 19. April 1968. (Bild: KEYSTONE/STR)
Kugelhaus an der Mustermesse 1969. (Bild: KEYSTONE/STR)
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Basler Frühjahrsmesse Muba öffnet zum letzten Mal

831 Aussteller präsentierten an der ersten Mustermesse während fünfzehn Tagen ihre Muster. Anhand dieser konnten Bestellungen getätigt werden; einen direkten Warenverkauf gab es noch nicht. Die Messe fand im Stadtcasino, einigen Turnhallen sowie einer provisorischen Messehalle im Kleinbasel statt.

5000 Besuchende zählte die Erstausgabe im Durchschnitt pro Tag, wie aus Dokumenten des Basler Staatsarchivs hervorgeht. Mit Geschäftsabschlüssen in der Höhe von rund 25 Millionen Franken habe die Messe alle Erwartungen übertroffen.

«Mutter aller Messen»

Teilnehmen durften an der Mustermesse zunächst nur schweizerische Unternehmen mit einer komplett schweizerischen Belegschaft. Erst zu Beginn der 1960er Jahre wurden in bestimmten Branchen vereinzelt ausländische Produkte zugelassen.

Die Millionengrenze überschritten hatten die Besucherzahlen der Mustermesse bei der 50. Ausgabe 1966. Danach wurden immer weniger Eintritte verzeichnet. Mit ein Grund dafür war die Auslagerung von Fachmessen, die 1957 mit der «Holz» begann.

Einige der heute eigenständigen Messen haben die Mustermesse als «Mutter aller Messen» an Bedeutung klar überholt, etwa die 1973 erstmals durchgeführte Uhren- und Schmuckmesse, die heutige Baselworld oder die Kunstmesse Art Basel.

Gerade die Baselworld hat sich in der Zwischenzeit jedoch ebenfalls zu einem Sorgenkind der MCH Group entwickelt. Im vergangenen Jahr hatte der Messebetreiber im weiteren auch das Ende der Publikumsmessen Züspa in Zürich und Comptoir in Lausanne beschlossen.

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