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Baumeister wollen weiter über flexible Arbeitszeiten verhandeln

Die Baumeister sind bereit, die Frührente Bau mit 60 zu sanieren, ohne das Rentenalter zu erhöhen und die Renten zu kürzen. Die Flexibilisierung der Arbeitszeit hingegen bleibt ein umstrittenes Thema, über das mit den Gewerkschaften weiter verhandelt werden soll.
Vor allem im Tiefbau sind für die Baumeister flexible Arbeitszeiten ein wichtiges Thema. (Bild: KEYSTONE/TI-PRESS/GABRIELE PUTZU)

Vor allem im Tiefbau sind für die Baumeister flexible Arbeitszeiten ein wichtiges Thema. (Bild: KEYSTONE/TI-PRESS/GABRIELE PUTZU)

(sda)

Verbesserungen beim Landesmantelvertrag (LMV) seien nötig, sagte Bernhard Salzmann vom Schweizerischen Baumeisterverband (SBV) nach einer Delegiertenversammlung (DV) in Sursee am Donnerstag gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Dazu gehöre auch die Flexibilisierung der Arbeitszeit, die vor allem für den Tiefbau und den Strassenbau wichtig sei.

Über den Umfang könne diskutiert werden und weitere «moderate» Lohnerhöhungen seien im Gegenzug nicht ausgeschlossen. Doch es brauche «endlich auch das Entgegenkommen der Gewerkschaften», teilte der SBV in einer Mitteilung mit. Die Baumeister wollten in der nächsten Verhandlungsrunde mit den Gewerkschaften am 28. November nach einer Lösung suchen.

Die Baumeister bekräftigten an der DV, dass sie die Rente mit 60 erhalten wollten, ohne höheres Rentenalter und ohne Rentenkürzungen. Unbestritten seien bei den Delegierten auch Lohnerhöhungen im Umfang von 0,5 bis 0,75 Prozent zur Kompensation der höheren Arbeitnehmerbeiträge. Damit soll die Stiftung FAR saniert werden, welche die Frührente mit 60 auf dem Bau finanziert.

Die Gewerkschaften ihrerseits wollen nun die Vorschläge der Baumeister abwarten. Für sie seien die Bedingungen klar: Rente mit 60, eine Reallohnerhöhung und keine Verschlechterung im Vertrag, das heisst keine Erhöhung der Flexibilität der Arbeitszeiten, sagte Nico Lutz, Sektorleiter Bau der Gewerkschaft Unia, auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Auch sie seien an einer Verhandlungslösung interessiert. Doch sie bereiteten sich gleichzeitig auch auf einen vertragslosen Zustand ab nächstem Jahr und weiteren Streikaktionen vor.

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