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Berner Mars-Kamera sichtet Mars-Lander «Insight»

Die in Bern entwickelte Mars-Kamera «Cassis» an Bord der ExoMars-Raumsonde TGO liefert seit bald einem Jahr hochaufgelöste Bilder der Marsoberfläche. Nun hat sie ihr erstes Bild des stationären Mars-Labors «Insight» geschossen.
Nahe dem südlichen, eisbedeckten Pol des Mars befindet sich der Burroughs-Krater, in dem Eis- und Staubschichten über Hunderte Millionen Jahren hinweg einen Hügel geformt haben. Die Aufnahme zeigt den Rand des Hügels. (Bild: ESA/Roskosmos/CaSSIS)Nahe dem südlichen, eisbedeckten Pol des Mars befindet sich der Burroughs-Krater, in dem Eis- und Staubschichten über Hunderte Millionen Jahren hinweg einen Hügel geformt haben. Die Aufnahme zeigt den Rand des Hügels. (Bild: ESA/Roskosmos/CaSSIS)
Die Aufnahme der Berner Mars-Kamera CaSSIS zeigt die Landezone des NASA-Landers «InSight». Das Bild umfasst eine Fläche von 2,25 mal 2,25 Kilometern in der Ebene Elysium Planitia nördlich des Mars-Äquators. (Bild: ESA/Roskosmos/CaSSIS)Die Aufnahme der Berner Mars-Kamera CaSSIS zeigt die Landezone des NASA-Landers «InSight». Das Bild umfasst eine Fläche von 2,25 mal 2,25 Kilometern in der Ebene Elysium Planitia nördlich des Mars-Äquators. (Bild: ESA/Roskosmos/CaSSIS)
Ein Ausschnitt des «Grand Canyon» des Mars: Tithonium Chasma auf der westlichen Seite der Marsregion Vallis Marineris. Das blauere Material ist Staub. In verschiedenen Höhenlagen sind Felsvorsprünge zu sehen. Das Bild kann mit einer rot-blauen Stereobrille betrachtet werden, um einen 3D-Eindruck zu erhalten. (Bild: ESA/Roskosmos/CaSSIS)Ein Ausschnitt des «Grand Canyon» des Mars: Tithonium Chasma auf der westlichen Seite der Marsregion Vallis Marineris. Das blauere Material ist Staub. In verschiedenen Höhenlagen sind Felsvorsprünge zu sehen. Das Bild kann mit einer rot-blauen Stereobrille betrachtet werden, um einen 3D-Eindruck zu erhalten. (Bild: ESA/Roskosmos/CaSSIS)
Im Hellas-Becken in der südlichen Mars-Hemisphäre hat Erosion runde Vertiefungen erzeugt. Das Bild kann mit einer rot-blauen Stereobrille betrachtet werden, um einen Tiefeneindruck zu erhalten. (Bild: ESA/Roskosmos/CaSSIS)Im Hellas-Becken in der südlichen Mars-Hemisphäre hat Erosion runde Vertiefungen erzeugt. Das Bild kann mit einer rot-blauen Stereobrille betrachtet werden, um einen Tiefeneindruck zu erhalten. (Bild: ESA/Roskosmos/CaSSIS)
Ein Krater und unebenes Terrain zwischen den Syrtis und Isidis-Regionen des Mars. Das Bild kann mit einer rot-blauen Stereobrille betrachtet werden, um einen Eindruck der Tiefe zu erhalten. (Bild: ESA/Roskosmos/CaSSIS)Ein Krater und unebenes Terrain zwischen den Syrtis und Isidis-Regionen des Mars. Das Bild kann mit einer rot-blauen Stereobrille betrachtet werden, um einen Eindruck der Tiefe zu erhalten. (Bild: ESA/Roskosmos/CaSSIS)
Eingefärbtes Bild des Bodens des Kibuye-Kraters in der Region Terra Sirenum. Die Tönungen zeugen von der reichen Vielfalt der mineralogischen Zusammensetzung dieser Felsen. Chloridsalz und Tonmineralien wurden hier aus dem Orbit mit Infrarotspektrometern identifiziert. (Bild: ESA/Roskosmos/CaSSIS)Eingefärbtes Bild des Bodens des Kibuye-Kraters in der Region Terra Sirenum. Die Tönungen zeugen von der reichen Vielfalt der mineralogischen Zusammensetzung dieser Felsen. Chloridsalz und Tonmineralien wurden hier aus dem Orbit mit Infrarotspektrometern identifiziert. (Bild: ESA/Roskosmos/CaSSIS)
Die Aufnahme zeigt die Vielfalt der mineralogischen Zusammensetzung einer Region südlich von Mawrth Vallis. Die Felsen darin gehören zu den ältesten auf der Marsoberfläche. Sie zeugen von einer starken und anhaltenden Veränderung der ursprünglichen Oberfläche durch Wasser. (Bild: ESA/Roskosmos/CaSSIS)Die Aufnahme zeigt die Vielfalt der mineralogischen Zusammensetzung einer Region südlich von Mawrth Vallis. Die Felsen darin gehören zu den ältesten auf der Marsoberfläche. Sie zeugen von einer starken und anhaltenden Veränderung der ursprünglichen Oberfläche durch Wasser. (Bild: ESA/Roskosmos/CaSSIS)
Der terrassenartige Abhang des Columbus-Kraters auf der Südhalbkugel des Mars zeigte helle Gesteinsschichten. Diese enthalten hydratisierte Mineralien, wie zum Beispiel Sulfatsalze. Sie scheinen die Kraterwand wie ein riesiger «Badewannenring» zu säumen. (Bild: ESA/Roskosmos/CaSSIS)Der terrassenartige Abhang des Columbus-Kraters auf der Südhalbkugel des Mars zeigte helle Gesteinsschichten. Diese enthalten hydratisierte Mineralien, wie zum Beispiel Sulfatsalze. Sie scheinen die Kraterwand wie ein riesiger «Badewannenring» zu säumen. (Bild: ESA/Roskosmos/CaSSIS)
Die Grate und Striche auf dieser Aufnahme sind höchstwahrscheinlich Spuren von Staubteufeln. In der Originalfarbe wären sie dunkelrot, für bessere Sichtbarkeit wurden sie auf dem Bild blau eingefärbt. CaSSIS lichtete hier eine Gegend in der Terra Sabaea-Region ab. (Bild: ESA/Roskosmos/CaSSIS)Die Grate und Striche auf dieser Aufnahme sind höchstwahrscheinlich Spuren von Staubteufeln. In der Originalfarbe wären sie dunkelrot, für bessere Sichtbarkeit wurden sie auf dem Bild blau eingefärbt. CaSSIS lichtete hier eine Gegend in der Terra Sabaea-Region ab. (Bild: ESA/Roskosmos/CaSSIS)
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Berner Mars-Kamera sichtet Mars-Lander «Insight»

(sda)

Die Stereo-Farbbildkamera «Cassis» ("Colour and Stereo Surface Imaging System») an Bord des ExoMars-Orbiters TGO liefert hochaufgelöste Farbbilder der Oberfläche unseres Nachbarplaneten. In einer Reihe neuer Aufnahme, die die europäische Raumfahrtagentur ESA am Donnerstag veröffentlichte, findet sich auch eines mit dem Lande-Modul «Insight» der Nasa. Zu erkennen ist der Lander selbst als etwas hellerer Fleck im Zentrum einer dunklen Fläche, die durch seine Bremsraketen erzeugt wurde. Auch sein Fallschirm, Schutz- und Hitzeschild sind auszumachen.

«Insight» war am 26. November 2018 mit mehreren Instrumenten im Gepäck auf dem Mars gelandet, um das Innere des roten Planeten zu erforschen. Darunter auch ein Seismometer, an dem Forschende der ETH Zürich massgeblich beteiligt sind. Auch der Mars Reconaissance Orbiter der Nasa hat «Insight» bereits gesichtet und kürzlich eine Aufnahme des Landers zur Erde gefunkt. Nun hat am 2. März auch ein europäisches Instrument das stationäre Mars-Labor fotografiert.

Weil der Orbiter TGO verwendet wird, um Daten von «Insight» zur Erde zu übertragen, konnte das «Cassis»-Team um Nicolas Thomas von der Uni Bern die Kamera bisher nicht auf den Landeplatz von InSight richten, erklärte der Forscher gemäss einer Mitteilung seiner Hochschule. «Wir mussten also warten, bis der Landeplatz direkt unter dem TGO vorbeikam, um dieses Bild aufzunehmen.»

Einige der besten Bilder

Das Bild von der Landestelle von «Insight» sei nur eines von vielen wirklich hochwertigen Bildern, die «Cassis» geliefert habe, so Thomas weiter. «Die heute veröffentlichten Bilder gehören zu den besten der letzten Zeit.» In der nun veröffentlichten Bilder-Serie finden sich spektakuläre Aufnahmen von Marslandschaften, zum Beispiel von Mineralablagerungen, Hügeln, durch Erosion entstandene Vertiefungen, sowie Spuren von Staubteufeln (Luftwirbeln).

Die Aufnahmen des Kamerasystems sollen auch helfen, einen geeigneten Landeplatz für den Mars-Rover auszuwählen, der für den zweiten Teil der ExoMars-Mission geplant ist. Im März 2021 soll der Rover mit dem Namen «Rosalind Franklin» auf dem Mars landen, ebenfalls mit einigen in der Schweiz entwickelten Instrumenten an Bord. Auch den Rover wird Cassis voraussichtlich ablichten können, so wie es nun mit «Insight» gelang.

Die ExoMars-Mission von ESA und der russischen Raumfahrtagentur Roskosmos hat das Ziel, nach Spuren vergangenen oder heutigen Lebens auf dem Mars zu suchen. Der Orbiter TGO (Trace Gas Orbiter) untersucht hierfür Spurengase wie Methan und deren Quellen, aber auch dynamische Oberflächenprozesse. Der TGO ist bereits seit Oktober 2016 in der Umlaufbahn des roten Planeten. Der Lander «Schiaparelli», den der TGO im Gepäck hatte, zerschellte allerdings beim Landeversuch. Der Rover «Rosalind Franklin» soll 2020 zum Mars aufbrechen.

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