Bernische Exklave Clavaleyres darf zum Kanton Freiburg wechseln

Die bernische Exklave Clavaleyres darf zum Kanton Freiburg wechseln. Die Stimmberechtigten beider Kantone haben am Wochenende grünes Licht gegeben.

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50-Seelen-Gemeinde in der Nähe des Murtensees: Das Dorf Clavaleyres.

50-Seelen-Gemeinde in der Nähe des Murtensees: Das Dorf Clavaleyres.

Keystone/PETER KLAUNZER
(sda)

Ausstehend ist nun noch das Ja-Wort der Bundesversammlung. Läuft alles rund, ist Clavaleyres ab 2022 Teil des Kantons Freiburg.

Die Freiburger Stimmberechtigten hiessen den Wechsel am Wochenende mit 68'939 gegen 2723 Stimmen gut, was einem Ja-Stimmenanteil von 96,2 Prozent entspricht. Die Stimmbeteiligung betrug 36,1 Prozent.

Im Kanton Bern gab es 249'860 Ja- und 30'763 Nein-Stimmen, die Vorlage wurde also mit 89 Prozent Ja-Stimmen angenommen. Die Stimmbeteiligung betrug 40,3 Prozent.

Der Weiler Clavaleyres zählt 50 Einwohner, liegt in der Nähe des Murtensees und grenzt an die Kantone Freiburg und Waadt. Wie anderen Kleinstgemeinden fällt es Clavaleyres zunehmend schwer, die Aufgaben einer Gemeinde von Feuerwehr über Sozialdienst bis zum Schulunterricht zu erfüllen.

Die Gemeinde will sich deshalb der Stadt Murten anschliessen. 2018 sprachen sich die Stimmberechtigten beider Gemeinden deutlich für die Fusion aus. Im Kanton Freiburg gab es vor der Abstimmung keinerlei Gegenwind. Im Kanton Bern fasste lediglich die SVP die Nein-Parole.