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Berset und Ruhani führen schweizerisch-iranische Gespräche in Bern

Unter Leitung von Bundespräsident Alain Berset und seinem iranischen Amtskollegen Hassan Ruhani führen die Delegationen beider Länder am Dienstagvormittag in Bern offizielle Gespräche. Vorgesehen ist die Unterzeichnung eines Abkommens und zweier Absichtserklärungen.
Der iranische Präsident Hassan Ruhani (Mitte, mit Kopfbedeckung) nach seiner Begrüssung durch Bundespräsident Alain Berset (rechts) auf dem Flughafen Zürich-Kloten. (Bild: KEYSTONE/WALTER BIERI)

Der iranische Präsident Hassan Ruhani (Mitte, mit Kopfbedeckung) nach seiner Begrüssung durch Bundespräsident Alain Berset (rechts) auf dem Flughafen Zürich-Kloten. (Bild: KEYSTONE/WALTER BIERI)

(sda)

Die Absichtserklärungen betreffen Gesundheitswesen und Wissenschaft, wie ein Sprecher von Bersets Departement des Innern gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte. Zum Abkommen wollte er nichts sagen.

Ebenfalls am Vormittag wird in Bern ein Forum zum Thema Innovation und Industrie mit Fokus auf Nahrungsmittel und Gesundheit eröffnet, wie aus einer Mitteilung des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) hervorgeht. Veranstaltet wird das Forum, auf dem Berset wie auch Ruhani eine Rede halten, von der Wirtschaftskammer Schweiz-Iran und der Schweizerisch-Iranischen Handels- und Industriekammer.

Zentrales Thema während des Besuches von Ruhani, der am Montagnachmittag in Zürich gelandet war, wird aber die jüngste Entwicklung rund um das vor drei Jahren geschlossene Iran-Atomabkommen sein.

Seit dem Ausstieg der USA aus dem Abkommen vor bald zwei Monaten bemüht sich die Staatengemeinschaft, das Vertragswerk zu retten. Immerhin vertritt die Schweiz als Schutzmacht die konsularischen und diplomatischen Interessen der USA im Iran.

Das von US-Präsident Donald Trump verteufelte Vertragswerk enthält Bestimmungen zur Kontrolle des iranischen Atomprogramms und im Gegenzug die Aufhebung internationaler Sanktionen gegen den Iran.

Nach dem Schweiz-Besuch wird Ruhani nach Österreich weiterreisen. In Genf war seinerzeit das Atomabkommen ausgehandelt und in Wien dann unterzeichnet worden.

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