Grenzzaun in Kreuzlingen und Konstanz - Symbol mit Geschichte

Durch die Corona-Pandemie ist der vorübergehend errichtete Grenzzaun zwischen Kreuzlingen und Konstanz zu einem Symbol des Lockdowns geworden. Die Grenze zwischen den Bodensee-Nachbarstädten spielte im Verlauf der Geschichte immer wieder eine besondere Rolle.

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Statt durch einen Zaun getrennt, sind Konstanz und Kreuzlingen seit 2007 durch eine Kunst-Grenze mit Skulpturen des Künstlers Johannes Dörflinger verbunden (Archivbild).
April 1945: Grenzzaun mit Stacheldraht an der Grenze zwischen Kreuzlingen und Konstanz. Der Bundesrat hatte die Abriegelung angeordnet, «um dem zu erwartenden Flüchtlingsstrom entgegentreten zu können und unerwünschte Elemente von unserem Lande fernzuhalten».
Bekannte treffen sich an der Grenze zwischen Konstanz und Kreuzlingen, am 5. April 2020. Nachdem sich Menschen am ersten an der Landesgrenze installierten Zaun getroffen und den wegen dem Coronavirus verordneten Abstand nicht eingehalten hatten, wurde ein zweiter Grenzzaun errichtet (Archivbild).
5. April 2020: Ein Paar trifft sich an der mit einem doppelten Zaun abgeriegelten Grenze zwischen Konstanz und Kreuzlingen (Archivbild).
Historische Grenzöffnung am 16. August 2006: Kreuzlingens Stadtpräsident Josef Bieri (rechts) und der Konstanzer Oberbürgermeister Horst Frank durchtrennen mit Zangen den Grenzzaun (Archivbild).
Grenzübertritte bei Kreuzlingen anlässlich einer Kunstwoche in Konstanz, aufgenommen im Juni 1946. Dies war der erste erleichterte Grenzübertritt nach Deutschland seit Kriegsende (Archivbild).
Dieses Stück des Grenzzauns, der während der Corona-Pandemie Konstanz und Kreuzlingen trennte, kommt als Erinnerung ins Haus der Geschichte Baden-Württemberg nach Stuttgart (Archivbild).