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Bis zu 30'000 Kubikmeter Fels sind im Engadin ins Tal gedonnert

Am Linard Pitschen im Engadin haben sich am Freitagabend zwischen 20'000 und 30'000 Kubikmeter Fels gelöst. Elf Personen, die in einer Berghütte waren, sind mit dem Helikopter ausgeflogen worden. Der Felssturz führte zu einer riesigen Staubwolke.
Kein Rauch, sondern Staub nach einem Felssturz: Auf rund 3000 Metern am Linard Pitschen lösten sich riesige Felsblöcke. (Bild: Amt für Wald und Naturgefahren GR/Feuerwehr Zernez)

Kein Rauch, sondern Staub nach einem Felssturz: Auf rund 3000 Metern am Linard Pitschen lösten sich riesige Felsblöcke. (Bild: Amt für Wald und Naturgefahren GR/Feuerwehr Zernez)

(sda)

Wie die Kantonspolizei Graubünden am Samstag mitteilte, lösten sich die Felsmassen an der Ostflanke des Linard Pitschen auf einer Höhe von knapp 3000 Metern über Meer. Die einzelnen Blöcke waren bis zu 60 Kubikmeter gross und kamen auf rund 2000 Metern über Meer bei der Alp d'Immez zum Stillstand.

Verletzt wurde niemand. Allerdings waren zu der Zeit fünf Erwachsene und sechs Kinder in der Chamanna Marangun. Die Heli Bernina evakuierte sie. Zwei Hirten auf einer nahegelegenen Alp waren gemäss Polizei ebenfalls ausser Gefahr. Alle offiziellen Wege ins Gefahrengebiet wurden gesperrt. Zudem breitete sich eine riesige Staubwolke im Tal aus.

Am Samstagmorgen beurteilten Mitarbeitende des kantonalen Amts für Wald und Naturgefahren sowie ein Geologe die Situation vom Helikopter aus. Sie erwarten weitere Nachstürze in den kommenden Tagen. Die Wanderwege im Gebiet bleiben deshalb bis auf Weiteres gesperrt.

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