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BKW nimmt Windkraftportfolio im Süden Norwegens in Betrieb

Der Energiekonzern BKW macht beim Ausbau des Windkraftportfolios einen weiteren Schritt vorwärts. Der 2017 begonnene Bau des Onshore-Windkraftwerks in Marker im Südosten Norwegens wurde abgeschlossen und die Anlage in den vergangenen Tagen in Betrieb genommen.
Die BKW treibt dne Ausbau ihres Windkraftportfolios voran. (Bild: KEYSTONE/DOMINIC STEINMANN)

Die BKW treibt dne Ausbau ihres Windkraftportfolios voran. (Bild: KEYSTONE/DOMINIC STEINMANN)

(sda/awp)

Die Bauarbeiten seien nach Plan verlaufen, teilte BKW am Donnerstag mit. Mit der Projektleitung war die BKW-Tochtergesellschaft Proxima Scandinavia betraut, welche auch künftig für den Betrieb der Anlage verantwortlich sein wird.

BKW hatte die Investition in dieses Windkraftwerk im Sommer 2017 angekündigt. Die Anlage verfügt über eine installierte Leistung von 54 Megawatt und soll jährlich 193 Gigawattstunden Strom produzieren. Das entspricht dem Verbrauch von über 43'000 Schweizer Haushalten.

BKW hält in Norwegen bereits einen Anteil an Fosen Vind, dem grössten Onshore-Windparkprojekt Europas. Dort wurden die ersten Turbinen Ende 2018 in Betrieb genommen, die letzten sollen Ende 2020 an Netz gehen.

Kritik an Projekt in Nordnorwegen

Realisiert wird dieses Projekt durch das Konsortium Fosen Vind DA. Das Geld stammt im Wesentlichen vom staatlichen norwegischen Energiekonzern Statkraft sowie von einem Konsortium europäischer Investoren, darunter Credit Suisse und BKW.

An diesem Projekt im Norden Norwegens gibt es aber auch Kritik. Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) und Vertreter der norwegischen Südsami machten Ende 2018 in Bern darauf aufmerksam. Das Projekt verstösst ihrer Meinung nach gegen völkerrechtliche Abkommen und Menschenrechtskonventionen, bedrohe die Rentierzucht und damit die Kultur der Volksgruppe der Samen. Sie forderten für die Anlage einen Baustopp, bis mit der Südsami-Gemeinschaft eine einvernehmliche Lösung gefunden sei.

BKW wies die Vorwürfe damals zurück. Das Projekt habe ein intensives Mitwirkungsverfahren durchlaufen, hiess es seitens des Konzerns dazu. Mit verschiedenen Gruppen der samischen Minderheit sei eine Einigung erzielt und alle relevanten nationalen und internationalen Richtlinien eingehalten worden.

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