Blick lanciert Onlineportal in der Romandie

Die Blick-Gruppe expandiert in die Romandie. Sie lanciert nächstes Jahr das Westschweizer Pendant zum Newsportal blick.ch.

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Die Blick-Gruppe expandiert in die Romandie und kündigt für 2021 ein Westschweizer Pendant zu blick.ch an.

Die Blick-Gruppe expandiert in die Romandie und kündigt für 2021 ein Westschweizer Pendant zu blick.ch an.

KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER
(sda)

Michel Jeanneret, gegenwärtig Chefredaktor der Wochenzeitschrift «L'illustré», wird die neue französischsprachige Redaktion leiten, wie Ringier am Montag mitteilte. Der 47-Jährige wechselt per Mitte November 2020 in die Blick-Gruppe.

Rund 20 Journalisten sowie Digitalexperten soll die Redaktion am Standort Lausanne umfassen. «Wir wollen auch ein Investigativ-Team aufbauen, das sich auf die Recherche konzentriert», sagte Jeanneret im Interview mit blick.ch.

Auch Synergien mit der Deutschschweizer Redaktion sollen genutzt werden. «Geplant ist, dass wir pro Tag etwa 30 Artikel übernehmen, übersetzen und anpassen», sagte Jeanneret weiter. Die Redaktoren in Lausanne sollen sich auf die Recherche eigener Geschichten in der Romandie konzentrieren können.

Junge Leserinnen und Leser im Visier

Die neue News-Plattform soll vor allem junge Zielgruppen ansprechen. Berichtet wird in den Ressorts Politik, Sport, Wirtschaft, Gesellschaft und People.

«Wir lancieren ein eigenständiges, auf die Suisse romande ausgerichtetes digitales Medienangebot. Sowohl bei Leserinnen und Lesern als auch im Werbemarkt sehen wir dafür grosse Chancen», wird Ladina Heimgartner, Chefin der Blick-Gruppe, im Communiqué zitiert.

Begehrter Markt

Ringier ist nicht das einzige Deutschschweizer Medienhaus, das mit einem Titel westlich der Saane expandiert. Bereits früher hatte AZ Medien angekündigt, das Internetportal Watson auch in der Romandie zu lancieren. Ab März 2021 werden 20 Journalistinnen und Journalisten von Lausanne aus berichten. Chefredaktorin wird Sandra Jean, früher Redaktionsdirektorin bei der Walliser Tageszeitung «Le Nouvelliste».

Laut Geschäftsführer und AZ-Verwaltungsrat Michael Wanner trug insbesondere das positive Feedback aus dem Werbemarkt zu diesem Entscheid bei.