Briten importieren und exportieren weitaus am meisten EU-Speiseeis

58 Prozent des EU-Exports an Speiseeis werden in Grossbritannien weggeschleckt. Beim Glace-Export in die EU sind die Briten ebenfalls führend. Die Schweiz ist als Abnehmer zweiter. Umgekehrt ist sie drittwichtigster Nicht-EU-Glacelieferant der Europäischen Union.

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Glace-Theke des «Amore Mio Gelato» an der Flughafen-Pistenschleife in Oberglatt. Italien ist nicht etwa der führende Glace-Produzent Europas, sondern Deutschland. Und die Schweiz ist mit Speiseeis ein nicht ganz unwichtiger Handelspartner der EU.

Glace-Theke des «Amore Mio Gelato» an der Flughafen-Pistenschleife in Oberglatt. Italien ist nicht etwa der führende Glace-Produzent Europas, sondern Deutschland. Und die Schweiz ist mit Speiseeis ein nicht ganz unwichtiger Handelspartner der EU.

Keystone/GAETAN BALLY
(sda)

Sowohl bei Grossbritannien wie der Schweiz ist der Handel mit der EU mit Eiscreme wechselseitig: Grossbritannien exportiert jährlich 57'000 Tonnen süsses Gefrorenes in die EU, die Schweiz ist mit 2000 Tonnen der drittwichtigste Glace-Lieferant der EU. Mit 16'000 Tonnen steht Serbien auf dem zweiten Rang der Lieferanten von ausserhalb der EU.

Am meisten Glace produziert wird nicht etwa im klassischen Gelati-Land Italien, sondern in Deutschland: 635 Millionen Liter waren es letztes Jahr. Italien folgte mit 554 Millionen Liter auf Platz zwei, dahinter Frankreich mit 451 Millionen Liter.

Die Grande Nation übt offenbar Zurückhaltung bei der Eis-Schleckerei: und schickt einen grossen Anteil der Eigenproduktion ins Ausland: Mit 55'000 Tonnen exportiert sie von allen EU-Ländern am meisten Glace in Nicht-EU-Staaten, gefolgt von den Niederlanden mit 35'000 Tonnen. Das zeigt die neueste Erhebung des Statistischen Amts der EU Eurostat für das Jahr 2019.