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Bundesrat Schneider-Ammann auf Mission in Mercosur-Staaten

Bundesrat Johann Schneider-Ammann will den Verhandlungen für ein Freihandelsabkommen zwischen den Efta-Staaten und dem südamerikanischen Wirtschaftsraum Mercosur Schub verleihen. Er begibt sich dazu Ende April auf eine sechstägige Reise nach Südamerika.
Bundesrat Johann Schneider-Ammann während des Mercosur-Agrar-Gipfels im Februar in Bern. (Bild: Keystone/ANTHONY ANEX)

Bundesrat Johann Schneider-Ammann während des Mercosur-Agrar-Gipfels im Februar in Bern. (Bild: Keystone/ANTHONY ANEX)

(sda)

Bundesrat Johann Schneider-Ammann will den Verhandlungen für ein Freihandelsabkommen zwischen den Efta-Staaten und dem südamerikanischen Wirtschaftsraum Mercosur Schub verleihen. Er begibt sich dazu Ende April auf eine sechstägige Reise nach Südamerika.

Mit Brasilien, Paraguay, Uruguay und Argentinien werde der Wirtschaftsminister sämtliche Staaten des Mercosur besuchen, teilte das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) am Freitag mit. Er werde dabei die potenziellen Vorteile und die Wichtigkeit eines Freihandelsabkommens für alle Parteien betonen.

Begleitet wird Schneider-Ammann bei der vom 29. April bis zum 5. Mai dauernden Reise von einer Wirtschafts-, Wissenschafts-, Landwirtschafts- und parlamentarischen Delegation sowie von Regierungsräten.

Die Landwirtschaft, die bezüglich Freihandel mit den Mercosur-Staaten gespalten ist, wurde zum ersten Mal zur Teilnahme eingeladen. Der Schweizerische Bauernverband (SBV) hatte im Februar eine Aussprache zum Abkommen boykottiert, zu welcher der Wirtschaftsminister geladen hatte.

Mit dem Abkommen könnten Waren ohne Zölle zwischen EU- und Mercosur-Ländern ausgetauscht werden. Die Landwirtschaft erwartet hohen Druck auf die Preise von Rindfleisch, Poulet, Ölsaaten und Zucker durch mehr Importe aus Südamerika.

Wie die Schweiz mit ihren Efta-Partner Liechtenstein, Norwegen und Island verhandelt derzeit auch die EU mit Mercosur über ein Freihandelsabkommen. Die EU steht kurz vor einem Abschluss. Nach Ansicht des Bundesrats muss die Schweiz nachziehen.

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