Coronakrise trübt Aussichten fürs Weihnachtsgeschäft

Die Coronakrise wirft auch bereits für die Weihnachtszeit ihre Schatten voraus: Laut einer Umfrage des Branchenverbands Swiss Retail Federation müssen sich die Detailhändler auf weniger Einkaufslustige in Innenstädten und tiefere Ausgaben einstellen.

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Für die Detailhändler ist das Weihnachtsgeschäft einer der wichtigsten Umsatztreiber überhaupt. Doch die Coronapandemie dürfte dieses heuer erschweren.

Für die Detailhändler ist das Weihnachtsgeschäft einer der wichtigsten Umsatztreiber überhaupt. Doch die Coronapandemie dürfte dieses heuer erschweren.

KEYSTONE/WALTER BIERI
(sda/awp)

Mehr als die Hälfte der Befragten (54%) etwa wollen für Weihnachtskäufe weniger in die Innenstadt oder in Kaufhäuser gehen als in den Vorjahren, wie Swiss Retail Federation am Freitag mitteilte. Etwa jeder sechste Schweizer (15%) verzichtet demnach sogar ganz auf den Gang in die Innenstadt oder in die Kaufhäuser.

Das Onlinegeschäft war bereits in den Vorjahren auf dem Vormarsch. Die Coronakrise verschaffte dem Onlinehandel nun zusätzlichen Auftrieb - das dürfte auch für das Weihnachtsgeschäft gelten. Die Detailhändler sorgen sich allerdings, dass dadurch mehr Kaufkraft ins Ausland abfliesst.

Dazu kommt, dass vielen Konsumenten das Portemonnaie weniger locker sitzen dürfte. 39 Prozent wollen ihre Ausgaben senken, während 57 Prozent keine Änderung planen.

In den letzten Jahren lagen die durchschnittlichen Ausgaben jeweils bei rund 300 Franken, wie Swiss-Retail-Federation-Geschäftsführerin Dagmar Jenni gegenüber der Nachrichtenagentur AWP erklärte. Gemäss der Umfrage plant nun knapp die Hälfte der Schweizer, maximal bis zu 200 Franken auszugeben. «Es liegt deshalb nahe, dass im Durchschnitt tiefere Ausgaben getätigt werden», sagte Jenni.

Die Umfrage wurde unter 1'000 Menschen in der Deutschschweiz und Romandie durchgeführt.