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Credit Suisse kündigt milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm an

Die Credit Suisse will in Zukunft deutlich mehr für ihre Aktionäre tun. Einerseits sollen in den nächsten zwei Jahren Aktien im grossen Stil zurückgekauft werden, andererseits soll die ordentliche Dividende jährlich ansteigen.
Die Credit Suisse plant milliardenschwere Aktienrückkäufe. (Bild: KEYSTONE/WALTER BIERI)

Die Credit Suisse plant milliardenschwere Aktienrückkäufe. (Bild: KEYSTONE/WALTER BIERI)

(sda/awp)

Die zweitgrösste Bank will den Investoren damit zeigen, dass sie nach drei Jahren der Restrukturierung gestärkt in die Zukunft geht.

Der Verwaltungsrat habe einen Aktienrückkauf von bis zu 1,5 Milliarden bewilligt, teilte die Grossbank am Mittwoch im Vorfeld des diesjährigen Investorentags mit. 2019 dürften dabei Aktien in der Grössenordnung von mindestens 1,0 Milliarden erworben werden. Für 2020 sei zudem ein ähnliches Aktienrückkaufprogramm geplant.

Weiter soll die ordentliche Dividende ab 2019 jedes Jahr um mindestens 5 Prozent erhöht werden. Die Dividende für das Geschäftsjahr 2018 ist allerdings noch nicht bekannt und wird von der Generalversammlung Ende April auf Antrag des Verwaltungsrates festgelegt. 2017 waren 25 Rappen pro Aktie ausbezahlt worden. Insgesamt will die Bank in den kommenden zwei Jahren jeweils 50 Prozent des Reingewinns ausschütten.

«Wir erwarten, dass die Resultate der Restrukturierung für unsere Aktionäre 2019 mit der heute angekündigten Kapitalrückführung und einem steigenden materiellen Buchwert pro Aktie greifbar werden», lässt sich Konzernchef Tidjane Thiam in der Mitteilung zitieren.

Strategie bestätigt

Die selbst auferlegte dreijährige Restrukturierung der Grossbank geht in diesem Jahr zu Ende. Die strategischen Ziele seien erreicht worden, heisst es am Mittwoch dazu. «Dank der Massnahmen, die wir während der Restrukturierung umgesetzt haben, ist die Bank heute widerstandsfähiger im Fall von Marktturbulenzen», sagte Thiam. So seien etwa Altlasten abgewickelt worden und man habe die Gewinnschelle gesenkt, die Kapitalposition gestärkt und die Risiken wesentlich reduziert.

Ziel der Bank war es, das stabile Geschäft der Vermögensverwaltung zu stärken und die volatileren Marktaktivitäten im Investment Banking abzubauen. Die Handelseinheit Global Markets wurde entsprechend deutlich geschrumpft.

Diese Strategie habe sich in einer Zeit, in welcher der globale Wohlstand weiterhin angestiegen und die weltweiten Verkaufs- und Handelserträge weiter gesunken seien, als richtig erwiesen, meint die Bank. Mit einem ausgewogenen Ansatz zwischen etablierten und sich entwickelnden Märkten im Vermögensverwaltungsgeschäft und dem Fokus auf besonders vermögende Kunden und Unternehmen habe man signifikantes Ertragswachstum erzielt.

Vorsteuergewinn 2018 zwischen 3,2 und 3,4 Mrd gesehen

Bei der Restrukturierung lag der Fokus insbesondere auf den hohen Fixkosten. Für 2018 dürfte ein bereinigter Geschäftsaufwand von lediglich noch 16,9 Milliarden Franken anfallen, womit gegenüber 2015 netto 4,3 Milliarden an Kosten eingespart gespart wurden. Ein grosser Teil der Kosten wurde bekanntlich beim Personal eingespart. Nun soll der grosse Aderlass hier aber durch sein. Ein weiterer Stellenabbau - wie zuvor am Markt spekuliert - wurde jedenfalls nicht angekündigt.

Ein weiterer wichtiger Punkt in der Restrukturierung war der Abbau von Bereichen, die nicht mehr zum Kerngeschäft gezählt wurden. Dies sei nun ebenfalls durch, so dass die vor drei Jahren geschaffene Strategic Resolution Unit (SRU) wie geplant Ende des Jahres geschlossen werden könne, so die CS.

Bereits genannt wurden auch erste Gewinnzahlen für das zu Ende gehende Geschäftsjahr 2018. Auf Gruppenebene rechnet die Grossbank hier mit einem Vorsteuergewinn zwischen 3,2 und 3,4 Milliarden Franken; die Rendite auf materiellem Eigenkapital wird bei ungefähr 6 Prozent erwartet.

Ziele bestätigt

Für die Zeit nach dem Konzernumbau gibt sich die Credit Suisse optimistisch. Man sei nun gut positioniert, um trotz kurzfristigem Gegenwind von einer Reihe von langanhaltenden Makrotrends zu profitieren, hiess es. In Zukunft werde die Bank durch Wachstum im Vermögensverwaltungsgeschäft - insbesondere durch stabilere Ertragsströme von Nettozinserträgen und wiederkehrende Gebühren - die Renditen der Gruppe steigern, gibt sie sich überzeugt.

So geht die CS davon aus, im kommenden Jahr eine Rendite auf dem materiellem Eigenkapital von mindestens 10 Prozent zu erreichen. 2020 soll die Kennzahl bei 11 bis 12 Prozent liegen und ab 2020 dann bei über 12 Prozent.

Vor dem Hintergrund des aktuell herausfordernden Marktumfelds ist am (heutigen) Investorentag insbesondere Thema, wie sich die einzelnen Geschäftsbereiche im Hinblick auf wirtschaftliche und andere Herausforderungen positionieren wollen. Dabei sollen auch die Auswirkungen der Märkte auf die verwalteten Vermögen, die Kredit-Risikoposition und Ertragsaussichten von Global Markets sowie das Kreditrisiko im Kreditportfolio beleuchtet werden.

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