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Demo für grüne und soziale Landwirtschaft und gegen Agrokonzerne

Über 2000 Personen sind am Samstag in Basel für eine ökologischere und sozialere Landwirtschaft und gegen Agrochemiekonzerne auf die Strasse gegangen. Dass die Behörden die Innerstadt-Demoroute nicht mehr bewilligten, hatte im Vorfeld zu reden gegeben.
Mehr als 2000 Personen haben am Samstag in Basel gegen die "zerstörerische Macht der Agrokonzerne" protestiert. Sie fordern einen Richtungswechsel in der Landwirtschaftspolitik. (Bild: Keystone/GEORGIOS KEFALAS)

Mehr als 2000 Personen haben am Samstag in Basel gegen die "zerstörerische Macht der Agrokonzerne" protestiert. Sie fordern einen Richtungswechsel in der Landwirtschaftspolitik. (Bild: Keystone/GEORGIOS KEFALAS)

(sda)

Im Rahmen der weltweiten Bewegung "March against Monsanto" forderten die Protestierenden einen Richtungswechsel in der Landwirtschaft und prangerten eine "zerstörerische Macht" der Agrokonzerne an. Unter anderem kritisierten sie giftige Pestizide, Gentechnik, Saatgut-Patente und die Profitlogik in der Nahrungsmittelproduktion.

Dazu kamen lokale Forderungen wie etwa die Finanzierung eines agrarökologischen Instituts an der Basler Universität sowie ein Ende von Sponsoring- und anderen Partnerschaften des Stadtkantons mit Syngenta. Ein offener Brief an die baselstädtische Regierung mit diesen Anliegen wurde zur Demo publiziert.

In Basel ist der Hauptsitz von Syngenta, einem der weltweit grössten Pestizidproduzenten - dieser Ableger der früheren Basler Chemie ist inzwischen in chinesischen Händen. In der Nachbargemeinde Muttenz BL habe zudem der deutsche Multi Bayer einen Produktionsstandort.

Mehr Teilnehmer als letztes Jahr

In Basel fand die bewilligte Demonstration zum vierten Mal statt; getragen wurde sie heuer von rund 60 Organisationen und Parteien. Auch Kleinkinder und Rentner liefen mit. Vertreten waren auch brasilianische Landlose. Die Protestierenden zogen friedlich vom Barfüsserplatz via Wettsteinplatz vor den Hauptsitz von Syngenta beim Badischen Bahnhof.

Beantragt war eine Demo-Route wie üblich durch die Innerstadt und über die Mittlere Brücke. Zweimal war dies zuvor bewilligt worden, 2017 wegen einer Grossbaustelle nicht. Diesmal verweigerten die Behörden auch ohne Baustelle die Innerstadt-Route, was linke Proteste auslöste und selbst das Kantonsparlament beschäftigte - ergebnislos. An der Demonstration kündigten Organisatoren an, nachträglich rechtlich dagegen vorzugehen.

Die Diskussionen um die Meinungsäusserungsfreiheit haben den Aufmarsch zur Demo allerdings nicht gebremst, sondern anscheinend eher vergrössert - im Vorjahr hatten rund 1500 Personen teilgenommen. Zeitweise hielt die Polizei den Verkehr an, damit der Demozug gefahrlos passieren konnte. Mehrere Tram- und Buslinien wurden vorübergehend umgeleitet.

Monsanto liess am Samstagabend über eine Beratungsfirma mitteilen, man sei sich bewusst, dass Menschen unterschiedliche Sichtweisen zu dieser Thematik hätten - es sei wichtig, dass sie diese äussern könnten. Durch Innovation und durch Zusammenarbeit mit Bauern und landwirtschaftlichen Organisationen entwickle Monsanto neue Mittel, die es den Bauern weltweit erlaubten, beim Anbau von Nahrungsmitteln weniger natürliche Ressourcen zu verbrauchen.

Parallel zur Basler Demo fand am Samstag auch in Morges VD ein "Marche contre Monsanto" statt. Dahinter stand Greenpeace, unterstützt von Umweltschutz- und Entwicklungshilfe-Organisationen. Rund 1000 Personen nahmen daran teil.

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