Der Steinkauz fühlt sich wieder wohler in der Schweiz

Gute Nachrichten für die kleine Eulenart: In diesem Jahr haben Vogelschützer 149 rufende Steinkauz-Männchen in der Schweiz gezählt. Das sind rund dreimal mehr als noch vor zwanzig Jahren, wie Birdlife Schweiz am Donnerstag mitteilte.

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Immer öfter lässt sich dieses Bild in der Schweiz beobachten: ein erwachsener Steinkauz (links) kümmert sich um einen Jungvogel (rechts).

Immer öfter lässt sich dieses Bild in der Schweiz beobachten: ein erwachsener Steinkauz (links) kümmert sich um einen Jungvogel (rechts).

Martin Becker
(sda)

Um die Jahrtausendwende wäre der unauffällige und gut getarnte Vogel mit nur noch 50 bis 60 besetzten Revieren hierzulande als Brutvogel beinahe ausgestorben. Der Rückgang lag hauptsächlich an der intensivierten Landwirtschaft und der Zersiedelung der Landschaft. Ergriffene Schutzmassnahmen entfalteten jedoch ihre Wirkung: Im Jahr 2020 zählten Vogelschützer 149 Reviere.

Bereits in den 1980er Jahren wurden im Kanton Genf zahlreiche Nisthilfen für den Steinkauz aufgehängt. Heute existieren auch Förderprojekte im Freiburger und Berner Seeland, im Tessin, im Jura sowie im Dreiländereck bei Basel, um die Lebensräume der Vögel aufzuwerten.

Birdlife Schweiz und die Vogelwarte Sempach führen mit Unterstützung des Bundesamts für Umwelt (Bafu) seit 2003 die Projekte im Rahmen des Artenförderungsprogramms durch. In diesem Zusammenhang haben sie vor vier Jahren den Aktionsplan Steinkauz Schweiz publiziert. Die darin definierten Ziele seien aber noch nicht erreicht: Für das Jahr 2031 werden 300 Brutpaare angestrebt.