Dieter Egli soll Aargauer SP-Regierungssitz verteidigen

Im Aargau ist SP-Fraktionschef Dieter Egli der einzige verbleibende Kandidat im parteiinternen Rennen um die Nomination für die Regierungsratswahl. Die anderen Kandidaten Franziska Graf und Marco Hardmeier haben sich am Sonntag nach dem ersten Wahlgang zurückgezogen.

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Soll für die SP den Regierungsratzsitz bei den Wahlen im kommenden Herbst verteidigen: Der Aarauer SP-Fraktionschef Dieter Egli.

Soll für die SP den Regierungsratzsitz bei den Wahlen im kommenden Herbst verteidigen: Der Aarauer SP-Fraktionschef Dieter Egli.

Dieter Egli
(sda)

Der 50-jährige Egli aus Windisch ging am Samstag bei der brieflich durchgeführten Nominationsrunde klar als Favorit für die SP-Kandidatur hervor. Er holte 113 Stimmen und verpasste das absolute Mehr um lediglich eine Stimme.

Seine beiden Konkurrenten lagen weit zurück. Die 48-jährige Aarauer Stadträtin Graf gewann 76 Stimmen, der 43-jährige Aarauer Grossrat Hardmeier deren 35. Mit den Rückzügen erübrigt sich ein für den 15. Mai angesetzter zweiter parteiinterner Nominations-Wahlgang.

Egli habe einen Vorsprung, der nicht einzuholen sei, teilte Graf in einem persönlichen Schreiben am Sonntag mit. Es gehe jetzt darum, parteiintern die Kräfte für den eigentlichen Wahlkampf im Herbst zu schonen und zu bündeln. Die Kandidierenden seien keine Gegner, sondern stünden alle für dieselben Werte ein.

Wahlen im Oktober

Hardmeier erklärte ebenfalls in einer Stellungnahme, die SP-Delegierten hätten von ihrem demokratischen Recht Gebrauch gemacht und ein klares Statement abgegeben. Dieses gelte es vollumfänglich zu respektieren. Es bleibe die Frage offen, betonte er, ob die Zeit für einen ersten schwulen Regierungsrat im Jahr 2020 für die SP noch nicht gekommen sei. Die Aargauer wären dafür bereit gewesen, dessen sei er sicher.

Im Kanton Aargau wird der Regierungsrat am 18. Oktober neu gewählt. Vier der fünf Regierungsräte treten bei der Gesamterneuerungswahl erneut an. Es sind dies Markus Dieth (CVP), Stephan Attiger (FDP), Alex Hürzeler (SVP) und Jean-Pierre Gallati (SVP). Nicht mehr der Wiederwahl stellt sich der 63-jährige Justiz- und Polizeidirektor Urs Hofmann. Der Sozialdemokrat ist seit April 2009 im Amt.

Die Parteien GLP, BDP und EVP wollen auf eigene Kandidaturen für die Wahl verzichten. Sie rechnen sich kaum Chancen aus, weil einzig der SP-Sitz vakant ist.