Drei Tote in Spreitenbach: Motiv des Täters bleibt offen

Ein Jahr nach dem Gewaltverbrechen mit drei Toten in Spreitenbach AG hat die Aargauer Staatsanwaltschaft das Strafverfahren eingestellt. Ein 77-jähriger Schweizer tötete seine Ehefrau und deren vierjährigen Enkel. Der Täter verübte Suizid.

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In diesem Wohnblock in Spreitenbach kam es in der Nacht auf den 16. Februar 2018 zu einem Familiendrama. (Bild: Melanie Duchene / Keystone)

In diesem Wohnblock in Spreitenbach kam es in der Nacht auf den 16. Februar 2018 zu einem Familiendrama. (Bild: Melanie Duchene / Keystone)

(sda)

Die umfangreichen Ermittlungen der Kantonspolizei Aargau und die von der Staatsanwaltschaft in Auftrag gegebenen rechtsmedizinischen Gutachten ergaben, dass der Mann zuerst seine 55-jährige Ehefrau erschossen und später deren vierjährigen Enkel getötet hatte.

Gestützt auf die rechtsmedizinische Untersuchung muss gemäss Angaben der Staatsanwaltschaft vom Mittwoch davon ausgegangen werden, dass der 77-Jährige nach der Tötung des Jungen in suizidaler Absicht eine grosse Menge Tabletten einnahm. Er sei schliesslich an akutem Herzversagen in Kombination mit den eingenommenen Tabletten verstorben.

Ein klares Motiv für die Tat konnten die Strafverfolgungsbehörden nicht ermitteln. Die Staatsanwaltschaft Baden stellte das Verfahren gegen den Verstorbenen wegen mehrfacher vorsätzlicher Tötung ein. Die Einstellungsverfügung ist rechtskräftig.

Das tote Ehepaar und das tote Kind waren in der Nacht auf den 16. Februar in einer Wohnung in Spreitenbach aufgefunden worden. Das Kind starb an den Folgen von Schuss-, Stich- und Schnittverletzungen. Die Grossmutter des Jungen starb an den Folgen von Schussverletzungen.