Dufry mit starkem Schlussquartal und Sorgen wegen Corona

Der Reise-Detailhändler Dufry hat im Geschäftsjahrs 2019 den Umsatz gesteigert. Dabei blieb die Dynamik im Schlussquartal hoch. Der Ausblick steht derweil aber ganz im Zeichen des Coronavirus, und Dufry erlitt im Februar bereits einen starken Wachstumsrückgang.

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Der Reise-Detailhändler Dufry hat im Geschäftsjahrs 2019 den Umsatz gesteigert.

Der Reise-Detailhändler Dufry hat im Geschäftsjahrs 2019 den Umsatz gesteigert.

KEYSTONE/PATRICK STRAUB
(sda/awp)

Konkret stieg der Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr um 1,9 Prozent auf 8,85 Milliarden Franken. Organisch resultierte ein Plus von 3,0 Prozent, wie Dufry am Donnerstag mitteilte. Im vierten Quartal 2019 lag das Plus bei 3,1 Prozent, nach einem organischen Wachstum von 4,1 Prozent im dritten Quartal und 2,3 Prozent im zweiten und 2,0 Prozent im ersten.

Der Bruttogewinn stieg derweil um 2,4 Prozent auf 5,32 Milliarden. Der bereinigte operative Gewinn (EBIT) lag bei 767,7 Millionen Franken nach 776,5 Millionen Franken im Vorjahr. Die Zahlen sind allerdings wegen einer Änderung der Rechnungslegungsvorschriften nicht direkt vergleichbar.

Nach Minderheiten blieb ein Reinverlust von 26,5 Millionen Franken. Im Vorjahr hatte sich der Verlust noch auf 36,1 Millionen Franken belaufen.

Damit wurden die Erwartungen der Analysten beim Umsatz und Bruttogewinn etwas verfehlt.

Coronavirus trübt die Aussichten

Wie ein Damoklesschwert schwebt derzeit das Coronavirus über dem Reisedetailhändler. Diverse Analysten haben ihre Prognosen für 2020 bereits deutlich zurückgenommen und an der Börse gab Dufry jüngst stark nach.

Das Coronavirus habe sich zu Beginn des angelaufenen Geschäftsjahre 2020 auf die Geschäftstätigkeiten ausgewirkt, lässt sich denn auch Dufry-Chef Julián Díaz im Communiqué zitieren. Einerseits mit Blick auf die asiatischen Kunden, andererseits aber auch auf die Standorte, die direkt durch das Phänomen betroffen seien.

So sei das organische Wachstum nach einer Beschleunigung im Februar um 7,3 Prozent zurückgekommen. Insbesondere die Region Asien-Pazifik und der Nahe Osten seien stark betroffen gewesen und hätten negative Wachstumsraten im zweistelligen Bereich aufgewiesen.