Dufry von der Corona-Pandemie im ersten Semester stark getroffen

Dufry hat wohl die dunkelste Stunde seiner Geschichte erlebt. Im zweiten Quartal brachen die Umsätze des Duty-Free-Shop-Bertreibers fast vollständig zusammen. Der Fokus liegt nun auf der schrittweisen Wiedereröffnung der Läden und auf Kosteneinsparungen.

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Das Coronavirus hat Dufry in die Krise gestürzt: Logo des Unternehmens in Basel (Archivbild).

Das Coronavirus hat Dufry in die Krise gestürzt: Logo des Unternehmens in Basel (Archivbild).

KEYSTONE/PATRICK STRAUB
(sda/awp)

Nachdem der weltweite Flugverkehr infolge der Massnahmen zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie fast vollständig zum Erliegen gekommen war, brach das Geschäft von Dufry zusammen. So sanken die Verkäufe im ersten Halbjahr um 62 Prozent auf 1,59 Milliarden Franken, wie Dufry am Montag mitteilte. Organisch lag das das Minus bei 61 Prozent.

Aufgrund hoher Fixkosten resultierte beim operativen Gewinn (EBIT) ein massiver Verlust von 933 Millionen, nach einem Gewinn von 123 Millionen im Vorjahr. Unter dem Strich lag das Minus bei 903 Millionen. Auch die Erwartungen der Analysten wurden damit teilweise klar verfehlt.

Derzeit seien weltweit rund 1'000 der 2'400 Shops wieder geöffnet, was einer theoretischen Umsatzkapazität von 60 Prozent entspreche. Bis Ende August sollen rund die Hälfte der Läden mit einer Umsatzkapazität von 70 Prozent wieder eröffnet werden.

Dank im ersten Halbjahr ergriffenen Finanzierungsmassnahmen sieht sich Dufry allerdings in der Lage, die Durststrecke meistern zu können. So sollen die Fixkosten im Gesamtjahr 2020 gegenüber den Vorjahr um 1 Milliarde Franken gesenkt werden.