«Dynamische Preise» von Skigebieten sind intransparent

Einige Skigebiete kaschieren mit sogenannten dynamischen Preisen generelle Preiserhöhungen, um Gewinne zu maximieren. Hinzu kommt, dass Skitouristen mit deutlich höheren Preisen gestraft werden, wenn sie bei schönem Wetter oder am Wochenende auf die Piste wollen.

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Im Skigebiet von Zermatt.

Im Skigebiet von Zermatt.

KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER
(sda)

Zu diesem Schluss kommt die Stiftung für Konsumentenschutz in einer Untersuchung, nachdem sie die Preisgestaltung in acht Skigebieten unter die Lupe genommen hat. «Dynamische Preise» seien intransparent und kaum zu vergleichen, schreibt der Konsumentenschutz in einer Mitteilung vom Freitag.

Klar sei: «Dynamische Preise» hätten für die meisten Konsumenten vorwiegend negative Auswirkungen. Das wichtige Element der Preistransparenz und -sicherheit gehe verloren. Obwohl die «Dynamikfaktoren» Wetter und Buchungszeitpunkt massgebenden Einfluss auf die Preise von Tageskarten hätten, stünden dem Kunden keine verständlichen Informationen zur Verfügung, um zu verstehen, wie die Preise beeinflusst werden.

Aus dem Vergleich der Skigebiete 4 Vallées, Andermatt-Sedrun, Crans-Montana, Gstaad, Laax, Pizol, St. Moritz und Zermatt ergäben sich folgende Erkenntnisse: Das Wetter sei einer der bestimmenden Preisfestsetzungsfaktoren, entsprechende Informationen seien auf den Internetseiten aber kaum zu finden. Der Kunde sei somit auf Mutmassungen angewiesen, wie oder wie stark das Wetter den Preis einer Tageskarte beeinflussen werde.

251 Skigebiete gibt es in der Schweiz - in 15 von ihnen werde in der Skisaison 2019/20 bereits «dynamisch» berechnet. Und obschon dies lediglich sieben Prozent aller Skigebiete sind, sei die Auswirkung gross, schreibt der Konsumentenschutz. Denn einige dieser 15 Skigebiete gehörten zu den grössten in der Schweiz und hätten damit einen massgeblichen Einfluss auf die landesweite Preisentwicklung.