Easyjet nimmt Flugbetrieb ab 15. Juni auch ab Genf wieder auf

Der Billigflieger Easyjet nimmt den Flugbetrieb ab dem 15. Juni von 21 europäischen Flughäfen, darunter Genf, schrittweise wieder auf. Dazu führt er neue Sicherheits- und Gesundheitsvorkehrungen ein. Passagiere, Besatzung und Bodenpersonal müssen Masken tragen.

Drucken
Teilen
Easyjet hebt ab dem 15. Juni auch in Genf-Cointrin wieder ab.

Easyjet hebt ab dem 15. Juni auch in Genf-Cointrin wieder ab.

KEYSTONE/LAURENT GILLIERON
(sda/afp/dpa)

Die ersten Flüge werden in erster Linie auf Inlandsverbindungen in Grossbritannien und Frankreich durchgeführt, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Dazu kommt eine kleinere Anzahl von internationalen Strecken. Die ersten Flüge aus der Schweiz werden von Genf nach Barcelona, Porto, Lissabon und Nizza durchgeführt.

Abhängig von der Nachfrage und den Lockerungen der Corona-Massnahmen in den einzelnen Ländern werde der Flugplan in den folgenden Wochen weiter ausgebaut. Easyjet hatte seinen Flugbetrieb Ende März wegen der Corona-Pandemie vorübergehend eingestellt.

Wegen der Corona-Pandemie erweitert Easyjet die Desinfektion ihrer Flugzeuge. Jedes Fluggerät wird täglich einem Desinfektionsverfahren unterzogen, das mindestens 24 Stunden lang einen Oberflächenschutz vor Viren bietet. Die modernen Partikelfilter bieten Gewähr dafür, dass 99,97 Prozent der in der Luft enthaltenen Schadstoffe wie Viren und Bakterien aufgefangen werden.

Ohne Speis und Trank

Für Passagiere und Besatzungsmitglieder gilt laut Mitteilung eine Maskenpflicht an Bord. Die ersten Flüge finden deshalb ohne Bistro- und Boutique-Service statt. Es werden keine Getränke und Speisen serviert.

Am Flughafen kann das Gepäck automatisch aufgegeben werden. Beim Check-In werden Plexiglasscheiben aufgestellt. Boden- und Kabinenpersonal werden während des Boardings nicht mit Kundendokumenten hantieren. Die Kundschaft muss die Dokumente selbständig vorlegen und einscannen. Nach Möglichkeit soll jedoch online eingecheckt werden.

Easyjet-Chef Johan Lundgren sprach in der Mitteilung von «kleinen, vorsichtig geplanten Schritten». Oberste Priorität sei es, den Passagieren ein sicheres Reisen zu ermöglichen.

Das Unternehmen ist derzeit nicht nur von der Pandemie getroffen, sondern auch von einem Hackerangriff. Unbekannte haben sich Zugang zu E-Mail-Adressen und Reisedetails von etwa neun Millionen Kunden verschafft, wie am Dienstag bekannt geworden war.

Es soll keine Hinweise darauf geben, dass die Informationen missbraucht wurden. Bei über 2200 Kunden wurde laut Easyjet auf Daten von Kreditkarten zugegriffen.