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EDK-Präsidentin fordert früheren Familiennachzug

Migranten-Eltern sollten ihre Kinder möglichst früh in die Schweiz holen. Das fordert die Präsidentin der Schweizerischen Konferenz der Erziehungsdirektoren (EDK), Silvia Steiner.
Gemischte Schulen mit Migranten böten auch Schweizer Kindern eine Chance, glaubt EDK-Präsidentin Silvia Steiner. (Bild: Keystone/DPA/ARNE DEDERT)

Gemischte Schulen mit Migranten böten auch Schweizer Kindern eine Chance, glaubt EDK-Präsidentin Silvia Steiner. (Bild: Keystone/DPA/ARNE DEDERT)

(sda)

Migranten seien in der Schule nicht grundsätzlich benachteiligt, sagte Steiner gegenüber der «Sonntagszeitung». Doch zu viele Eltern holten ihre Kinder erst als Jugendliche in die Schweiz. «Bildungspolitisch gesehen sollten sie aber bereits im Kindesalter hierher geholt und eingeschult werden», sagte Steiner.

Dazu müssten die Eltern befähigt werden. Denn die Schweizer Volksschule habe eine sehr grosse Integrationskraft. Wer früh in der Schweiz eingeschult werde, durchlaufe das ganze Bildungswesen und sei dabei oft sehr erfolgreich.

«Wirklich benachteiligt sind nur die Spätzuwanderer», sagte die Zürcher CVP-Regierungsrätin. Wer erst mit 14 oder 15 in die Schweiz komme, habe nirgends eine richtige Heimat. Es sei «ausserordentlich schwierig», diese älteren Kinder erfolgreich über die Schule oder die Berufsbildung zu integrieren.

Ein erschwerter Familiennachzug, wie ihn gewisse politische Kreise fordern, sei deshalb aus Sicht der Schule falsch. Hingegen sollte es nach Ansicht von Steiner schwieriger werden, Kinder in die Schweiz zu holen, wenn sie bereits ein gewisses Alter erreicht haben.

Die zusätzliche Belastung der Schulen durch Migrantenkinder dürfe nicht überbewertet werden. «Ich bin überzeugt, dass es eine Chance ist, die Schule mit Migrantenkindern zu besuchen», sagte Steiner. Ausserdem würden diese Schulen mit mehr Ressourcen unterstützt. Deshalb brauche es auch keine Quoten für einheimische Kinder.

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