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Ein Jahr bis zur Stilllegung des AKW Mühleberg - «Alles auf Kurs»

Das AKW Mühleberg bei Bern steht vor seinem letzten Betriebsjahr: Am 20. Dezember 2019 wird das Atomkraftwerk vom Netz genommen.
Sieht der Stilllegung des Atomkraftwerks Mühleberg zuversichtlich entgegen: BKW-Chefin Suzanne Thoma. (Bild: Keystone/ANTHONY ANEX)

Sieht der Stilllegung des Atomkraftwerks Mühleberg zuversichtlich entgegen: BKW-Chefin Suzanne Thoma. (Bild: Keystone/ANTHONY ANEX)

(sda)

Die Vorbereitungsarbeiten liefen bislang «fast wie am Schnürchen», sagte BKW-Chefin Suzanne Thoma am Mittwoch vor den Medien. Der bernische Energiekonzern hatte die Stilllegung 2013 beschlossen, weil sich eine Nachrüstung nicht mehr lohne. Die Stilllegungsverfügung des Bundes ist seit September rechtskräftig.

Die BKW ist sich sicher, dass sie die hohen Kosten für Stilllegung und Entsorgung stemmen kann. Die Finanzierung sei auf Kurs, betonte Thoma. Bei beiden staatlich kontrollierten Fonds werde die Realrendite von zwei Prozent im langjährigen Schnitt übertroffen.

Bei der Stilllegung rechnet die BKW mit Kosten von 927 Millionen Franken. Die Entsorgung wird laut dem Energiekonzern weitere 1,427 Milliarden Franken kosten.

Dass 2013 keine überstürzte Abschaltung beschlossen wurde, erwies sich laut Thoma als richtiger Entscheid. Dadurch habe man genügend Zeit gehabt für die Vorbereitungsarbeiten und für den Austausch mit den Behörden, den verschiedenen Interessengruppen und der Bevölkerung.

Das AKW Mühleberg ging 1972 ans Netz. «Es ist nicht das erste Kernkraftwerk, das stillgelegt wird, und auch nicht das erste Kernkraftwerk dieses Typs», betonte Thoma.

Brennelemente nach Würenlingen

Nach der Abschaltung beginnt der sogenannte Nachbetrieb, der etwa fünf Jahre in Anspruch nehmen wird. Zuerst wird der Reaktor entleert; die Brennstäbe kommen in ein Lagerbecken. Bis 2024 werden die Brennelemente ins Zwischenlager Würenlingen AG abtransportiert. 2024 bis 2031 folgt der Rückbau der verstrahlten Anlageteile.

«Wenn nachgewiesen werden kann, dass keine Radioaktivität mehr auf der Anlage ist, wird das Gebäude freigegeben für den konventionellen Abbruch», erklärte Philipp Hänggi, Leiter Nuklear bei der BKW. Die Abbrucharbeiten sollen etwa 2034 abgeschlossen sein.

Der Schutz der Bevölkerung, des AKW-Personals und der Umwelt habe auch in Zukunft oberste Priorität, sagte Gesamtprojektleiter Stefan Klute. Technisch sei die Stilllegung erprobt. Für die BKW, die Politik und die Verwaltung sei es aber eine Pionierleistung.

Umstellung fürs Personal

Eine grosse Herausforderung seien die kommenden Jahre auch fürs Personal, sagte Klute. Die Leute seien dem AKW verbunden, sie seien sich gewohnt, dort bei laufendem Betrieb zu arbeiten. Nach der Abschaltung seien sie in einer Anlage tätig, die sich laufend verändern werde.

Bei AKWs im Ausland, die vom einen Tag auf den anderen abgeschaltet wurden, habe das Personal eine Art Schockstarre erlitten. Das werde in Mühleberg anders sein, zumal die Demontage sofort nach der Abschaltung beginnen könne. «Wir versuchen so das Tief möglichst flach zu halten, aber es bleibt eine Herausforderung.»

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