Empfehlungen zum Nebeneinander von Stand Up Paddler und Tierwelt

Stand Up Paddeln ist ein leiser Sport, kann Wasservögel und andere Wildtiere aber dennoch empfindlich stören. Die Schweizerische Vogelwarte, der Schweizerische Kanu-Verband und weitere Organisationen haben nun Empfehlungen zum Schutz der Tierwelt erarbeitet.

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Zwei Stand Up Paddler auf dem Thunersee: Dieser leise Sport kann Wasservögel und andere Wildtiere empfindlich stören. Sport- und Naturschutzkreise haben nun Empfehlungen erarbeitet, um diese Störungen zu reduzieren.

Zwei Stand Up Paddler auf dem Thunersee: Dieser leise Sport kann Wasservögel und andere Wildtiere empfindlich stören. Sport- und Naturschutzkreise haben nun Empfehlungen erarbeitet, um diese Störungen zu reduzieren.

KEYSTONE/PETER KLAUNZER
(sda)

Generell werde das Störpotential für Tiere durch das Stand Up Paddeln unterschätzt, heisst es in einer Mitteilung vom Mittwoch. Insbesondere Wasservögel könnten aber bereits auf einen einzelnen Paddelnden in 1000 m Abstand mit Flucht reagieren. Dies könne ihr Überleben und ihren Fortpflanzungserfolg beeinträchtigen.

Stand Up Paddeln wird ganzjährig und insbesondere auch im flachen Wasser in Ufernähe ausgeübt. So gelangen Menschen in bisher wenig gestörte Gebiete. Besonders wichtig ist es, dass man sich vor dem Stand Up Paddeln informiert, wo ein- und Auswasserstellen liegen und ob es Schutzgebiete gibt.

Laut den neuen Empfehlungen sollten Orte mit wenig Störpotenzial ausgewählt werden, etwa offene Wasserflächen, wenn keine Wasservogeltrupps zu sehen sind oder Siedlungsbereiche und Gebiete mit Uferverbauungen. Gemieden werden sollten umgekehrt Gebiete vor ausgedehnten Schilfgürteln, Mündungsbereiche von Fliessgewässern oder Kiesinseln und Aufschüttungen. Auch nachts sollte nicht gepaddelt werden.