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Freihandelsabkommen Schweiz-China gibt der Industrie Schub

Das seit Mitte 2014 geltende Freihandelsabkommen zwischen der Schweiz und China gibt der Industrie Schub: Schweizer Firmen haben ihre Exporte nach China um rund 30 Prozent gesteigert. Umgekehrt nahmen die Importe aus China um sechs Prozent zu.
Geng Wengbing, Botschafter der Volksrepublik China, und Seco-Direktorin Marie Gabrielle Ineichen-Fleisch, an der Tagung über die Evaluierung des Freihandesabkommens zwischen der Schweiz und China vom 26. September 2018 in St. Gallen. (Bild: KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER)

Geng Wengbing, Botschafter der Volksrepublik China, und Seco-Direktorin Marie Gabrielle Ineichen-Fleisch, an der Tagung über die Evaluierung des Freihandesabkommens zwischen der Schweiz und China vom 26. September 2018 in St. Gallen. (Bild: KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER)

(sda)

Vor allem die Schweizer Maschinenindustrie, die Medizintech-Branche und die Uhrenindustrie profitieren vom Abkommen. Dies zeigt eine gemeinsame Auswertung der Universität St. Gallen (HSG), der Universitity of International Business and Economics in Peking und der Universität Nanjing.

Die Studie wurde am Mittwoch in St. Gallen im Beisein von Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Universitäten präsentiert. Geng Wenbing, Botschafter der Volksrepublik China, unterstrich vor Journalisten die Bedeutung des Abkommens. Dieses könne angesichts des aktuellen Protektionismus auch international einen Einfluss haben.

Durch den Abbau von Zöllen auf Ein- und Ausfuhren können die Industriesektoren beider Länder jährlich rund 100 Millionen Franken einsparen. Während chinesische Firmen bereits seit 2014 die meisten Produkte zollfrei in die Schweiz exportieren können, senkt China die Importzölle auf Schweizer Produkte schrittweise.

2018 wurde eine Grosszahl der Produkte zollfrei. Der Anreiz für Schweizer Firmen, das Freihandelsabkommen zu nutzen, nehme stetig zu, heisst es. Die Nutzungsrate liegt derzeit bei rund 44 Prozent.

Nicht alle nutzen das Abkommen

Dass nicht alle Unternehmen das Abkommen nutzen, liegt an Schwierigkeiten beim Einhalten der Ursprungsregeln. Denn nur wenn ein wesentlicher Anteil des Werts eines Produkts nachweislich in der Schweiz erzeugt werde, könne das Abkommen in Anspruch genommen werden, heisst es.

Auch die chinesischen Unternehmen haben die Möglichkeiten des Freihandelsabkommens erst zu 42 Prozent ausgereizt. Produkte wie elektrische Motoren oder Wasserkocher weisen gemäss der Evaluation bereits hohe Nutzungsraten aus.

Der St. Galler Regierungsrat Benedikt Würth, Präsident der Konferenz der Kantonsregierungen (KDK), betonte die Chancen des Abkommens. Der Kanton St. Gallen profitiere dank seiner starken Maschinenindustrie besonders. Seit der Inkraftsetzung des Abkommens seien die St. Galler Exporte nach China um 40 Prozent gestiegen.

Wichtiger Handelspartner

Ein Zwanzigstel aller Exportgüter verliessen im Jahr 2017 den Kanton St. Gallen in Richtung China. Gleichzeitig stammten sieben Prozent der St. Galler Importe aus China. Würth bezifferte das Handelsvolumen auf über 1,2 Milliarden Franken. Daran hatte die Maschinen- und Präzisionsindustrie einen Anteil von 450 Millionen.

Verglichen mit den gesamtschweizerischen Zahlen - Exporte plus 30 Prozent, Importe plus 6 Prozent - profitiert der Kanton St. Gallen laut der Studie überdurchschnittlich stark vom Freihandelsabkommen mit China.

Die Teilnehmenden der ersten «Sino-Swiss Evaluation», unter ihnen Staatssekretärin Marie-Gabrielle Ineichen-Fleisch, Direktorin des Staatsekretariats für Wirtschaft (Seco), widmeten sich auch der «neuen Seidenstrasse» aus China. Diese Initiative soll den Handel zwischen Asien und Europa deutlich vereinfachen und intensivieren.

Die Evaluation des Freihandelsabkommens zwischen der Schweiz und China soll in Zukunft jedes Jahr stattfinden, abwechslungsweise in St. Gallen und Peking.

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