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Freiheitsstrafen für 15 Angeklagte im Basler Saubannerzug-Prozess

Im Prozess um den sogenannten Saubannerzug vom Juni 2018 in Basel hat das Strafgericht Basel-Stadt am Freitag die Urteile eröffnet. 15 der 18 Angeklagten wurden zu teils bedingten Freiheitsstrafen von 20 bis 27 Monaten verurteilt.
Sympathisanten der Angeklagten im Prozess um den Basler Saubannerzug hatten im Oktober «Freiheit für alle» gefordert. Das Strafgericht verurteilte jedoch 15 der 18 Angeklagten zu Freiheitstrafen. Einen Freispruch gab es nur in zwei Fällen. (Archivbild: Martin Heutschi, Keystone-SDA)

Sympathisanten der Angeklagten im Prozess um den Basler Saubannerzug hatten im Oktober «Freiheit für alle» gefordert. Das Strafgericht verurteilte jedoch 15 der 18 Angeklagten zu Freiheitstrafen. Einen Freispruch gab es nur in zwei Fällen. (Archivbild: Martin Heutschi, Keystone-SDA)

(sda)

Schuldsprüche erfolgten namentlich wegen Sachbeschädigung, einfacher Körperverletzung, Landfriedensbruch sowie mehrfacher Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte. Drei Angeklagte wurden freigesprochen. Eine der Freigesprochenen wurde jedoch zu einer Geldstrafe im Zusammenhang mit einer Hausbesetzung in Luzern verurteilt.

Vor Gericht zu verantworten hatten sich die Angeklagten im Alter von heute 20 bis 31 Jahren wegen Ausschreitungen vom Juni 2016. Bei diesen entstand ein Sachschaden von über 200'000 Franken. Zwei Polizisten und eine Demonstrantin wurden verletzt.

Teilgenommen hatten an dieser unbewilligten Kundgebung zu nächtlicher Stunde rund 50 vermummte Personen, welche die Staatsanwaltschaft der linksextremen Szene zuordnete. Für die festgenommenen 18 Personen geht die Anklage von Mittäterschaft und einem gemeinsamen Tatbeschluss aus.

Dass die Staatsanwaltschaft in der Anklageschrift von einem «Saubannerzug» und «Krawallmob» schrieb, trug ihr zu Beginn des Prozesses scharfe Kritik diverser Verteidiger ein: Solche Ausdrücke seien Nährboden für eine Vorverurteilung. Die Beweise reichten aus Sicht der Verteidiger für eine Verurteilung nicht aus, weshalb sie unisono Freisprüche verlangten. Die Staatsanwaltschaft hatte dagegen Freiheitsstrafen von 17 bis 38 Monaten verlangt.

Die Urteilsverkündung bildete den Abschluss des Prozesses, der vergangenes Jahr am 23. Oktober begonnen hatte und der fünf Tage dauern sollte. Nach Kritik der Verteidigung, die wegen der kurzen Dauer und der vielen Angeklagten an einem fairen Prozess zweifelte, verschob der Gerichtspräsident die Urteilseröffnung auf einen zusätzlichen Tag an einem damals noch unbestimmten Termin.

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