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Gegenwartskunst zu Machtausübung durch Hightech-Beherrschung

Wie Hightech den Alltag dominiert und so Herrschaft ausgeübt wird, ist Thema der Ausstellung "War Games" im Kunstmuseum Basel, Haus Gegenwart. Martha Rosler und Hito Steyerl lassen dort ihre Werke interagieren.
Die Ausstellung "War Games" im Kunstmuseum Basel hinterfragt Machtstrukturen. Mit Hightech-Spielzeug wie auf Martha Roslers Bild einer Moskito-Drohne, das einen leer schlucken lässt. (Bild: Keystone/Image courtesy of the Artist, Mitchell Innes and Nash, )

Die Ausstellung "War Games" im Kunstmuseum Basel hinterfragt Machtstrukturen. Mit Hightech-Spielzeug wie auf Martha Roslers Bild einer Moskito-Drohne, das einen leer schlucken lässt. (Bild: Keystone/Image courtesy of the Artist, Mitchell Innes and Nash, )

(sda)

Wie Hightech den Alltag dominiert und so Herrschaft ausgeübt wird, ist Thema der Ausstellung "War Games" im Kunstmuseum Basel, Haus Gegenwart. Martha Rosler und Hito Steyerl lassen dort ihre Werke interagieren.

Hightech-Dominanz ist das Leitmotiv der Sonderausstellung im historisch-idyllischen St. Alban-Tal. Menschen schaffen Geräte, um andere zu beherrschen. Egal ob soziale, politische, ökonomische oder blanke militärische Dominanz: Wer am Drücker sitzt, hat das Sagen - diese Games sind faszinierend, aber nicht lustig.

Die 1943 in New York geborene Martha Rosler und die 1966 in München geborene Hito Steyerl stellen ab Samstag in Basel zum ersten Mal gross in der Schweiz und auch zum ersten Mal gemeinsam aus. Sie setzen ihre Werke - von Videos über Objekte bis zu raumgreifenden Installationen - auch in einen Dialog, was deren Wirkung verstärkt.

Zentral für die Machtausübung ist die Wahrnehmung der Realität, und wie diese durch Massenmedien dargestellt wird. Die Bilderflut ist mit Social Media und boomende Gadgets wie Drohnen angeschwollen, und die mediale Selektion daraus prägt das Selbstverständnis.

Digital kann man immer realistischer wirkende künstliche Welten schaffen und darin etwa auch Kriege austragen. Manche Techniken sind tatsächlich ebenso in realen Kriegen im Einsatz, was schon beim Spielen ethische und Machtfragen aufwirft. Viele der Werke widmen sich denn auch der zunehmenden Militarisierung des Alltags.

Rosler hatte sich auch mit Vietnam-Kriegsfotografien und der Entnazifizierung des urbanen Raums künstlerisch beschäftigt. Steyerl, die an der Berliner Universität der Künste unterrichtet, geht Machtfragen unter anderem aufgrund von Finanz- und Warenflüssen nach. Beide publizieren auch theoretische Texte zu ihren Themen.

www.kunstmuseumbasel.ch

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