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Geldwäscherei: Meldestelle mit Rekordzahl an Verdachtsfällen

Die Meldestelle für Geldwäscherei des Bundes vermeldet Rekorde: So hoch wie noch nie war einerseits die Zahl der Verdachtsfälle, aber auch die Summe der Vermögenswerte unter Geldwäscherei-Verdacht. Diese beläuft sich auf über 16 Milliarden Franken.
Die Meldestelle für Geldwäscherei des Bundes hat eine Rekordzahl von Verdachtsmeldungen erhalten. Die betroffenen Vermögen belaufen sich auf insgesamt über 16 Milliarden Franken. (Symbolbild) (Bild: KEYSTONE/MARTIN RUETSCHI)

Die Meldestelle für Geldwäscherei des Bundes hat eine Rekordzahl von Verdachtsmeldungen erhalten. Die betroffenen Vermögen belaufen sich auf insgesamt über 16 Milliarden Franken. (Symbolbild) (Bild: KEYSTONE/MARTIN RUETSCHI)

(sda)

Die Meldestelle für Geldwäscherei des Bundes vermeldet Rekorde: So hoch wie noch nie war einerseits die Zahl der Verdachtsfälle, aber auch die Summe der Vermögenswerte unter Geldwäscherei-Verdacht. Diese beläuft sich auf über 16 Milliarden Franken.

4684 Verdachtsfälle (Vorjahr: 2909) wurden der MROS 2017 gemeldet, im Mittel 18 pro Arbeitstag und über 60 Prozent mehr als im Vorjahr, heisst es in der am Freitag veröffentlichten Jahresstatistik. 1423 Meldungen (Vorjahr: 116) blieben pendent - der Pendenzenberg ist im Vergleich zu 2016 also stark gewachsen.

3653 Verdachtsmeldungen konnte die MROS im vergangenen Jahr bearbeiten; knapp 65 Prozent leitete sie an Strafverfolgungsbehörden weiter. Diese Quote zeige die Filterfunktion der Meldestelle, hiess es dazu im Jahresbericht. Die Justiz müsse sich so nicht mit unzulänglich begründeten Fällen befassen.

"Am bemerkenswertesten" ist laut dem Bericht die Summe der Vermögenswerte im Zusammenhang mit den 2017 gemeldeten Verdachtsfällen: knapp 16,5 Milliarden Franken. Rund 7 Milliarden Franken bezogen sich indes auf einem einzigen Fall.

51 Mal Terrorismusverdacht

51 Meldungen (Vorjahr: 25) erhielt die MROS wegen Verdachts auf Terrorismusfinanzierung. Das war gut das Doppelte des Vorjahres. Wegen der starken Schwankungen von Jahr zu Jahr könne jedoch nicht von einer Tendenz gesprochen werden, schrieb die MROS dazu. Jede dritte dieser Meldungen (33 Prozent) gelangte an die Justizbehörden.

Die von diesen Meldungen betroffenen Vermögenswerte sind indes relativ tief: Pro Meldung ging es im Durchschnitt um 0,2 Millionen Franken. 37 der 51 Meldungen betrafen Einzelfälle.

17 Meldungen betrafen Verdachtsmomente in Zusammenhang mit dschihadistisch motiviertem Terrorismus. Das Bundesamt für Polizei (fedpol) verhängte wegen Dschihadismus im vergangenen Jahr 13 Ausweisungen und 58 Einreiseverbote.

Eine Geldwäscherei-Verdachtsmeldung betraf eine Person, die auf der so genannten Taliban-Sanktionenliste steht. Sieben Meldungen drehten sich um Personen auf einer Liste der US-Exportkontrollbehörde Office of Foreign Assets Control (OFAC).

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