Genf verbietet private Treffen mit mehr als fünf Personen

Der Kanton Genf hat die Regeln für soziale Zusammenkünfte angesichts der grassierenden Corona-Pandemie erneut verschärft. Private Treffen von mehr als fünf Personen werden künftig verboten, sowohl in der Öffentlichkeit als auch zuhause.

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Die Zahl der Ansteckungen und Spitaleinweisungen ist im Kanton Genf wie in der ganzen Schweiz stark angestiegen.

Die Zahl der Ansteckungen und Spitaleinweisungen ist im Kanton Genf wie in der ganzen Schweiz stark angestiegen.

Keystone/LAURENT GILLIERON
(sda)

Kinder unter 12 Jahren werden dabei nicht mitgezählt. Ausnahmen gelten, wenn die Personen im gleichen Haushalt leben. Grossanlässe sind nur noch mit höchstens 1000 Personen erlaubt. Dies gilt auch für Fussball- oder Eishockeyspiele. Diese und weitere Massnahmen treten an diesem Sonntag um Mitternacht in Kraft. Sie werden mindestens bis zum 30. November dauern, wie die Genfer Regierung am Freitag vor den Medien mitteilte.

Auch die Regeln für Gasstätten werden strenger. Öffentliche Lokale wie etwa Restaurants müssen um spätestens um 23 Uhr schliessen. Alle Getränke müssen am Tisch bestellt werden. Es sind maximal fünf Personen pro Tisch erlaubt, ausser es handelt sich dabei um Personen eines gemeinsamen Haushalts oder um Kinder unter zwölf Jahren.

Fitnesszentren und Schwimmbäder offen

Die Ausübung von Kontakt-, Kampf- und Mannschaftssportarten auf Amateurniveau wird verboten. Freizeiteinrichtungen wie Bowling-, Billard- und Spielsalons müssen schliessen. Auch musikalische Gruppenaktivitäten wie zum Beispiel das Singen in einem Amateurchor werden untersagt.

Die Regierung sei sich jedoch der Bedeutung der individuellen körperlichen Aktivität bewusst. Der Staatsrat habe deshalb beschlossen, Sportanlagen wie Schwimmbäder und Fitnesszentren unter strikter Einhaltung der Schutzpläne offen zu halten. Auch Kinos oder Theater dürfen hingegen geöffnet bleiben.