Gössi: Die FDP will den Kontakt zu ihrer Basis verstärken

Die FDP sucht gemäss Parteipräsidentin Petra Gössi den direkten Kontakt zu ihren Mitgliedern, um sie stärker einzubeziehen. Sie lanciert deshalb eine weitere Basisbefragung.

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Laut FDP-Präsidentin Gössi kann eine Partei heute «nicht einfach Parolen vorgeben».

Laut FDP-Präsidentin Gössi kann eine Partei heute «nicht einfach Parolen vorgeben».

KEYSTONE/WALTER BIERI
(sda)

Neben der CVP will sich auch die FDP erneuern und startet dafür eine Umfrage unter ihren Mitgliedern. Die Parteileitung möchte nach eigenen Angaben besser verstehen, wie ihre Mitglieder zu aktuellen politischen Diskussionen stehen und welche Ansprüche sie an die FDP haben.

«Wir brauchen den direkten Dialog mit unseren Mitgliedern», sagte Gössi in einem Interview der «Neuen Zürcher Zeitung» vom Samstag. Sie habe schon früher gesagt, dass die FDP mehr Bewegungscharakter haben müsse.

Die FDP müsse für alle Bereiche des Lebens Antworten haben, vor allem da, wo die Menschen Sorgen hätten. «Wir müssen mit den Menschen im Gespräch sein und sie begeistern können, gerade auch im Hinblick auf Referenden», so Gössi. Deswegen wolle die FDP auch in Zukunft Umfragen durchführen.

Eine Partei könne in der heutigen Zeit nicht einfach Parolen vorgeben. «Die Mitglieder wollen und sollen partizipieren.» Die FDP müsse diesen Schritt zu einer andern Kommunikation machen. Sonst könne die Partei heute nicht erfolgreich sein. «Am Wandel zur freisinnigen Volkspartei müssen wir noch arbeiten», sagte Gössi. Das brauche Zeit.

Die Resultate der Umfrage lieferten nach den Worten der FDP-Präsidentin Denkanstösse, aus denen die Parteileitung politische Positionen erarbeiten werde. «Das war bereits bei unserer Umfrage zur Umweltpolitik im letzten Jahr so.» In einer Umfrage bei den Mitgliedern hatten sich im April im letzten Jahr 78 Prozent der Antwortenden dafür ausgesprochen, dass sich die FDP stärker für den Klima- und Umweltschutz engagiert.