Grillutensilien setzen Metalle frei und können Gesundheit schaden

Die Kantonschemiker haben rund hundert Grillutensilien bezüglich ihrer Metallabgabe untersucht. Ein Viertel davon musste beanstandet werden. Bei häufigem Gebrauch könnten solche Produkte der Gesundheit schaden, heisst es in einer Mitteilung vom Freitag.

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Erhöhte Metallabgaben von Grillutensilien können der Gesundheit schaden, warnen die Kantonschemiker. Archivbild)

Erhöhte Metallabgaben von Grillutensilien können der Gesundheit schaden, warnen die Kantonschemiker. Archivbild)

Keystone/MARTIN RUETSCHI
(sda)

Untersucht wurden im Frühsommer 2019 insgesamt 99 Grillutensilien wie Grillspiesse (45), Grillroste (19), Fisch-, Fleisch- und Gemüsebräter (17), Grillschalen (11) sowie Grillbesteck (7). Solche Gegenstände dürften Metalle nur in gesundheitlich unbedenklichen und technisch unvermeidbaren Mengen abgeben, schreibt der Verband der Kantonschemiker.

Entsprechend sei bei der Herstellung auf die Verwendung geeigneter Legierungen zu achten. Bei den untersuchten Produkten handelte es sich vorwiegend um Importware aus dem asiatischen Raum. Als Produktionsland wurde meist China angegeben.

Die kantonalen Laboratorien Aargau, Genf und Zürich führten die Untersuchungen bezüglich der Abgabe verschiedener Metalle wie Nickel, Mangan, Chrom, Kobalt, Blei, Kupfer und Zink durch. Von den insgesamt 99 untersuchten Produkten waren 24 und damit ein Viertel aufgrund einer erhöhten Abgabe eines oder mehrerer Metalle zu beanstanden.

Hauptsächlich Nickel und Mangan

Dabei fiel die Kategorie der Fisch-, Fleisch- und Gemüsebräter mit mehr als der Hälfte an Beanstandungen negativ ins Gewicht. Erhöhte Metallabgaben wurden hauptsächlich für Nickel und Mangan festgestellt.

«Bei häufigem Gebrauch können Produkte mit erhöhter Metallabgabe zu gesundheitlich relevanten Metallaufnahmen führen», heisst es in der Mitteilung der Kantonschemiker. Deshalb dürfe derart mangelhafte Ware nicht mehr in den Handel gelangen und sei vom Markt zu nehmen.

Produkte bleiben unbenannt

Um welche Produkte es sich im einzelnen handelt, gibt der Verband der Kantonschemiker nicht bekannt. «Diese Information können wir nicht geben», sagte der stellvertretende Tessiner Kantonschemiker Nicola Forrer am Freitag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. «Unsere Arbeit ist geschützt wegen des Amtsgeheimnisses.»

Im Communiqué des Verbandes der Kantonschemiker der Schweiz heisst es, die Importeure der beanstandeten Grillutensilien seien nun in der Pflicht, die Selbstkontrolle und damit die Qualität ihrer Ware entsprechend zu verbessern. Die Kantonschemiker wollten die Entwicklung im Auge behalten.