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Grösste Sorgen der Schweizer: Krankenkassen, Altersvorsorge, Umwelt

Krankenkassenprämien, Altersvorsorge und Umweltsituation sind die grössten Sorgenkinder der Schweizer Bevölkerung. Dabei sind Westschweizer deutlich besorgter als Deutschschweizer, ältere Personen markant besorgter als junge und Frauen etwas besorgter als Männer.
Das grösste Kopfzerbrechen bereiten den Schweizerinnen und Schweizern die Krankenkassenprämien. (Bild: Keystone/GAETAN BALLY)

Das grösste Kopfzerbrechen bereiten den Schweizerinnen und Schweizern die Krankenkassenprämien. (Bild: Keystone/GAETAN BALLY)

(sda)

Dies zeigt das am Mittwoch veröffentlichte Sorgenbarometer des unabhängigen Online-Vergleichsdienstes Moneyland.ch. Das Marktforschungsinstitut Ipsos führte in dessen Auftrag 2019 eine repräsentative Online-Umfrage bei 1500 Personen durch.

Das grösste Kopfzerbrechen bereiten den Schweizerinnen und Schweizern demnach die Krankenkassenprämien: 74 Prozent der Befragten geben an, dass Ihnen diese «eher bis sehr grosse Sorgen machen».

Es folgen die allgemeine Situation der Umwelt, die 70 Prozent der Bevölkerung Sorge bereiten, die allgemeine Altersvorsorge (66 Prozent), der Klimawandel (66 Prozent), die AHV (65 Prozent), die Pensionskasse (61 Prozent) und die eigenen Finanzen (60 Prozent).

Einer Mehrheit der Bevölkerung bereiten ausserdem die folgenden Faktoren Sorgen: Das weltweite Bevölkerungswachstum (59 Prozent), die eigene Gesundheit (56 Prozent), der eigene Lohn (55 Prozent sowie Arbeitslosigkeit (Jobverlust: 51 Prozent). Etwas weniger Sorgen bereiten der Zustand der Europäischen Union (48 Prozent) und die Wohnungsmiete (47 Prozent).

Die Einwanderung in die Schweiz bereitet 41 Prozent der Bevölkerung eher bis sehr grosse Sorgen. Bezüglich Ausländern in der Schweiz sind es 40 Prozent, bezüglich des Zustands der Schweizer Wirtschaft 40 Prozent, weltweiter Staatsverschuldung 38 Prozent und Negativzinsen 37 Prozent.

Die eigene Hypothek bereitet nur 24 Prozent der Hypothekarnehmer Sorgen, bezüglich Brexit sind es 21 Prozent und bezüglich einer Staatsverschuldung der Schweiz ebenfalls nur 21 Prozent.

Besorgte Romandie

Die Unterschiede zwischen der Stadt- und der Landbevölkerung sind in aller Regel nicht signifikant. Augenfällig gross sind hingegen die Unterschiede zwischen der Deutsch- und der Westschweiz.

Besonders markant fällt das auf bei der Wohnungsmiete (61 Prozent sorgen sich in der Romandie, nur 40 Prozent in der Deutschschweiz), der eigenen Gesundheit (79 Prozent gegenüber 45 Prozent in der Deutschschweiz), den Krankenkassenprämien (80 Prozent gegenüber 70 Prozent), bei der Arbeitslosigkeit (57 Prozent gegenüber 47 Prozent), beim Zustand der Schweizer Wirtschaft (51 Prozent gegenüber 35 Prozent), beim eigenen Lohn (74 Prozent gegenüber 46 Prozent) und bei den eigenen Finanzen (78 Prozent gegenüber 50 Prozent in der Deutschschweiz).

Bezüglich Einwanderung in die Schweiz, Ausländer in der Schweiz, weltweites Bevölkerungswachstum, Zustand der EU, Brexit, weltweiter Staatsverschuldung und Negativzinsen sorgen sich hingegen die Deutschschweizer mehr als die Westschweizer.

Frauen etwas besorgter als Männer

Frauen sind in der Regel etwas besorgter als Männer - zumindest in der vorliegenden Umfrage. Am grössten sind die Unterschiede bei der allgemeinen Situation der Umwelt und dem Klimawandel. Bezüglich Klimawandel machen sich 70 Prozent der Frauen eher bis sehr grosse Sorgen, während es bei den Männern nur 61 Prozent sind. Um die allgemeine Situation der Umwelt besorgt sind 75 Prozent der Frauen, während es bei den Männern nur 64 Prozent sind.

Männer sorgen sich hingegen mehr als Frauen um die weltweite Staatsverschuldung, den Zustand der EU, das weltweite Bevölkerungswachstum, um Ausländer in der Schweiz, um die Einwanderung in die Schweiz und um Hypotheken.

Je älter desto besorgter

Das Sorgenbarometer von Moneyland.ch zeigt markante Unterschiede zwischen den Generationen. Bei der Mehrheit der Faktoren steigen die Sorgen mit zunehmendem Alter deutlich an. Die Redensart von der «unbeschwerten Jugend» scheine auf die Schweizer Bevölkerung zuzutreffen, schreiben die Autoren. Einige Beispiele mögen die Altersunterschiede verdeutlichen.

52 Prozent der 18- bis 25-Jährigen sorgen sich wegen Krankenkassenprämien eher bis sehr, während es bei den 26- bis 49-Jährigen 74 Prozent und bei den 50- bis 74-Jährigen 82 Prozent sind. Bezüglich Negativzinsen machen sich nur 25 Prozent der 18- bis 25-Jährigen Sorgen, bei den 26- bis 49-Jährigen sind es 32 Prozent und bei den 50- bis 74-Jährigen 48 Prozent.

Bei den eigenen Finanzen und dem Lohn hingegen gibt es keine grossen Altersunterschiede. Die Jungen sorgen sich aber mehr um die allgemeine Umweltsituation und wegen des Klimawandels als die älteren Generationen. Bezüglich Klimawandel machen sich 74 Prozent der jüngsten Generation Sorgen, bei den 26- bis 49-Jährigen sind es 62 Prozent und bei der ältesten Generation 65 Prozent.

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