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Heidi.news - ein neuer Titel in der darbenden Medienbranche

Nach dem Aus von «Le Matin» und «L'Hebdo» wird in der Westschweiz ein neuer Titel lanciert. Das Genfer Start-up Heidi.news geht ab kommendem Donnerstag mit Reportagen und Hintergrundberichten auf Leserfang. Im Mittelpunkt der ersten Ausgaben steht die Wissenschaft.
Der bekannte Westschweizer Journalist Serge Michel ist einer der Promotoren von Heidi.news. (Bild: Keystone/LAURENT GILLIERON)

Der bekannte Westschweizer Journalist Serge Michel ist einer der Promotoren von Heidi.news. (Bild: Keystone/LAURENT GILLIERON)

(sda)

«In der Schweiz gibt es eine Kluft zwischen Wissenschaft und Medien. Die mediale Aufbereitung der Wissenschaft ist teuer, weil sie Präzisionsjournalisten erfordert», sagte Serge Michel, Heidi.news-Chefredaktor zur Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Das neue Online-Medium richtet sich zunächst an die Wissenschafts-Gemeinschaft. «Nach unseren Zahlen arbeiten in der Schweiz rund 100'000 Menschen in und mit der Wissenschaft», sagte Michel.

Auch in Englisch

Pro Tag will Heidi.news rund zehn Artikel anbieten, die sich mit der Wissenschaft befassen und auf Tablets und dem Smartphone lesen lassen. Bei den ersten Ausgaben steht die Wissenschaft im Fokus. Im September wird es die Gesundheit sein. Darüber hinaus soll es längere Reportagen und Artikelserien geben, die auch in gedruckter Form erscheinen sollen; einige davon auch in englischer Sprache - Ziel ist eine globale Leserschaft.

Jedes Schwerpunktthema ist an eine gewisse Community gerichtet. «Wir hoffen, neue Leser gewinnen zu können», sagt Michel, der für das «Journal de Genève», «Le Temps» und «L'Hébdo» schrieb und Mitglied der Direktion der französischen Zeitung «Le Monde» war. Mit an Bord ist auch Tibère Adler, ehemaliger Chef von Edipresse.

Finanzierung gesichert

Die Initianten von Heidi.news konnten bisher zehn Anleger aus der Romandie überzeugen, in das Projekt zu investieren. Diese stellten ein Startkapital von einer Million Franken zur Verfügung. Sie erklärten sich bereit, in den nächsten zehn Jahren auf eine Dividende zu verzichten. Bis 2020 will der Titel auf ein Kapital von drei Millionen Franken kommen.

Von den 2000 anvisierten Gründungsmitgliedern wurden rund 1400 gefunden. Sie sind bereit, 160 Franken für ein einjähriges Online-Abonnement zu zahlen, ohne bislang einen Inhalt gesehen zu haben.

Ein knappes Dutzend Journalisten arbeitet für Heidi.news. «Wir haben fünf Korrespondenten, die für den Newsletter arbeiten, sowie ein Team von fünf Wissenschaftsjournalisten. Wir haben auch eine Vereinbarung mit der 'NZZ' unterzeichnet», sagte Michel weiter.

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