Höchste Schweizerin wird in der Waadt gefeiert

Die neue Nationalratspräsidentin Isabelle Moret ist am Mittwoch in ihrem Heimatkanton Waadt gefeiert worden. Zunächst ging es von Bern mit dem Zug an den Genfersee und von dort mit Schiff und Bus nach Yens, in die Wohngemeinde der höchsten Schweizerin.

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Die frisch gewählte Nationalratspräsidentin Isabelle Moret wurde am Mittwoch auf dem Bundesplatz von Waadtländer Milizoffizieren in Empfang genommen, die zu Ehren der neuen höchsten Schweizerin Böllerschüsse abfeuerten.
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Anschliessend wurde die höchste Schweizerin durch die Bundesstadt zum Bahnhof Bern geleitet, von wo es zur Wahlfeier in den Kanton Waadt ging.
Isabelle Moret (Bildmitte), Bundesrat Ignazio Cassis und FDP-Parteipräsidentin Petra Gössi prosten im Zug den anderen Gästen zu, welche zur Wahlfeier ins Waadtland mitreisen.

Die frisch gewählte Nationalratspräsidentin Isabelle Moret wurde am Mittwoch auf dem Bundesplatz von Waadtländer Milizoffizieren in Empfang genommen, die zu Ehren der neuen höchsten Schweizerin Böllerschüsse abfeuerten.

KEYSTONE/VALENTIN FLAURAUD
(sda)

Auf dem Bundesplatz wurden am Mittwochmittag zu Ehren von Moret Böllerschüsse durch Vertreter der Waadtländer Staatswache abgefeuert. Anschliessend geleiteten die Milizoffiziere die höchste Schweizerin und ihre Gäste zum Bahnhof Bern. Dort stieg die Festgesellschaft in den Zug, der sie an den Genfersee brachte.

Um 15.00 Uhr wartete an der Anlegestelle in Cully VD ein Schiff, mit dem Moret und ihre Gäste nach Morges VD weiterfuhren. Für die letzten zehn Kilometer nach Yens in der Waadtländer Weinregion La Côte standen Busse bereit. Gegen 17.30 Uhr wurde die höchste Schweizerin in der 1500 Einwohner zählenden Waadtländer Gemeinde erwartet, wo die Anwältin Moret nicht nur wohnt und arbeitet, sondern auch im Gemeinderat (Legislative) sitzt.

Empfang und Abendessen

In Yens standen ein Empfang durch die Behörden und anschliessend ein Fest mit Reden und einem Abendessen auf dem Programm. Begleitet wurde die höchste Schweizerin auch vom Tessiner FDP-Bundesrat Ignazio Cassis und von FDP-Parteipräsidentin Petra Gössi.

Die Waadtländer FDP-Nationalrätin Isabelle Moret war am Montag zu Beginn der neuen Legislatur in Bern mit 193 von 198 gültigen Stimmen zur höchsten Schweizerin gewählt worden. Damit erreichte sie ein Rekordresultat.

Ende 2006 war sie für den zurückgetretenen Yves Christen in den Nationalrat nachgerückt und wurde seither viermal wiedergewählt. Die 48-Jährige ist nach mehr als zwanzig Jahren politischen Engagements die erste Waadtländer Frau, die den Nationalratsvorsitz übernimmt.

Moret präsidiert während der kommenden zwölf Monate die grosse Kammer und gilt damit als höchste Schweizerin. Vor ihr waren bereits 19 Nationalrätinnen und Nationalräte aus der Waadt auf dem Posten, zuletzt 2007/2008 André Bugnon (SVP). Isabelle Moret ist zudem die 14. Frau, die das Präsidium innehat.