Ikea Schweiz erzielt trotz Coronakrise ein leichtes Umsatzplus

Ikea Schweiz hat die Coronakrise zwar auch zu spüren bekommen. Dennoch konnte das Schwedische Möbelhaus den Umsatz im Ende August abgelaufenen Geschäftsjahr 2019/20 erneut steigern.

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Eine Mitarbeiterin von Ikea Schweiz im waadtländischen Aubonne schützt sich vor Corona (Bild vom Mai 2020).

Eine Mitarbeiterin von Ikea Schweiz im waadtländischen Aubonne schützt sich vor Corona (Bild vom Mai 2020).

KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT
(sda/awp)

Insgesamt nahmen die Verkäufe hierzulande um 0,7 Prozent auf 1,146 Milliarden Franken zu. Durch die Schliessung der Einrichtungshäuser an allen Schweizer Standorten vom 16. März bis 11. Mai seien aber rund 110 Millionen Franken an Umsatz verloren gegangen, teilte Ikea am Donnerstag mit.

Der Umsatzrückgang während des Lockdowns konnte indes durch das Online-Geschäft teilweise kompensiert werden. Dieses verzeichnete ein Wachstum von 60 Prozent und steuerte 14,7 Prozent (VJ 9,1%) zum Gesamtumsatz bei. Innert Stunden habe sich die Onlinenachfrage vervierfacht, so Ikea.

Von Mitte März bis Ende Mai seien über den Click&Collect-Service, bei dem der Kunde die online bestellte Ware beim Einrichtungshaus abholt, rund 60'000 Bestellungen verarbeitet worden, heisst es weiter. Derzeit seien es im Schnitt noch circa 160 Bestellungen pro Tag.

Büromöbel und Küchenutensilien stark nachgefragt

Zur leichten Umsatzsteigerung hat zudem beigetragen, dass die Nachfrage an Heimeinrichtung auch nach der Wiedereröffnung der Ladenlokale hoch geblieben sei. Dabei kauften die Schweizer verstärkt Bürotische- und -stühle sowie Küchenutensilien und Outdoormöbel.

Das schlug sich in einer Umsatzsteigerung in der Kategorie Büro von rund 70 Prozent, in der Kategorie Küche von über 50 Prozent und bei Outdoormöbeln von rund 60 Prozent nieder.

Die Ingka Gruppe, der auch Ikea Schweiz angehört, erwirtschaftete im vergangenen Geschäftsjahr derweil einen Umsatz von 35,2 Milliarden Euro.