Innerrhoder Behörden schränken Zufahrt zum Alpstein ein

Der Zugang zum beliebten Ostschweizer Wandergebiet Alpstein ist stark eingeschränkt, um Touristen von der Region fernzuhalten. Nur wer einen triftigen Grund hat, darf seit dem frühen Montagnachmittag in den Alpstein fahren.

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Die Innerrhoder Behörden haben für Wanderer den Zugang zum Alpsteingebiet gesperrt.

Die Innerrhoder Behörden haben für Wanderer den Zugang zum Alpsteingebiet gesperrt.

KEYSTONE/MELANIE DUCHENE
(sda)

Die Beschränkung ist seit 14.30 Uhr in Kraft und wurde «wegen des grossen Zustroms von Touristen» verhängt, wie das Innerrhoder Justiz-, Polizei- und Militärdepartement mitteilte. Die Polizei habe an verschiedenen Zufahrtsstrecken Anhalteposten eingerichtet.

Nur wer einen triftigen Grund hat, könne in den Altstein fahren. Passieren dürften beispielsweise Anwohner, Personentransporte und wichtige Güter, sagte Polizeisprecher Roland Koster auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. «Eine Wanderung hingegen ist kein triftiger Grund.»

Vor Ostern hatten die Behörden angekündigt, wegen der Corona-Pandemie den Zugang zu Parkplätzen im Alpstein bei starkem Andrang zu beschränken. Dies sei nun geschehen, weil der Parkplatz in Wasserauen, den viele Ausflügler benutzen, zu 80 Prozent belegt sei, sagte Koster. Die Beschränkung gelte bis zum Abend.

Auf dem Parkplatz in Wasserauen standen laut Koster am Montagnachmittag gegen 300 Autos. Die Menschen, die angereist seien, seien nicht die üblichen Wanderer und Wanderinnen und hätten keine entsprechende Ausrüstung. Es seien Touristen, die eher am Bodensee flanieren würden, wenn sie die Möglichkeiten dazu hätten.

Schon Ende März hatte der kantonale Führungsstab von Innerrhoden dazu aufgerufen, während der Corona-Krise auf Wanderungen im Alpstein zu verzichten. Restaurants und Luftseilbahnen seien geschlossen und es stünden keine Toiletten zur Verfügung.