Internetverweigerer beim Einkaufen fast ausgestorben

Die Onlineverweigerer beim Einkaufen sind fast ausgestorben: Nur noch 3 Prozent der erwachsenen Internetnutzer kaufen nichts im Netz, wie aus einer Umfrage des Internetvergleichsdienstes Comparis hervorgeht, die am Dienstag veröffentlicht wurde.

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Online-Shopping ist mittlerweile ein flächendeckendes Phänomen - im Blick Mitarbeiterinnen des Online-Händlers Brack.ch. (Bild: KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER)

Online-Shopping ist mittlerweile ein flächendeckendes Phänomen - im Blick Mitarbeiterinnen des Online-Händlers Brack.ch. (Bild: KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER)

(sda/awp)

Am grössten ist die Zahl der Onlinemuffel bei den Älteren: 6 Prozent der 56- bis 74-Jährigen haben noch keine Bestellung im Internet getätigt, wie die repräsentative Befragung des Marktforschungsinstituts Innofact im Auftrag von Comparis bei 1'012 Menschen in der ganzen Schweiz zeigt. Dagegen beträgt die Zahl der Abstinenzler bei den 18- bis 35-Jährigen nicht einmal ein ganzes Prozent.

Demgegenüber bestelle inzwischen fast jeder Zweite (48 Prozent) mindestens mehrmals pro Monat etwas online: «14 Prozent ordern sogar wöchentlich Güter und Dienstleistungen im Netz», so Comparis.

Auch hier haben die jüngeren Shopper die Nase vorne: 61 Prozent kaufen mehrmals pro Monat im Internet ein, während es bei den über 55-Jährigen lediglich 38 Prozent sind.

Familien kaufen gerne online ein

Mehrmals monatlich online shoppende Personen leben am häufigsten in einem Haushalt mit mehr als 3 Personen und/oder mit Kindern. Gerade Haushalte mit hohen Einkommen von über 8'000 Franken schlagen mehrmals pro Monat zu (64 Prozent). Bei den Geringverdienern von weniger als 4'000 Franken sind es nur 37 Prozent.

«Gerade Familien haben oft wenig freie Zeit. Onlineshopping verschafft Freiraum. Eltern können einkaufen, wenn die Kinder schlafen, und die Waren werden nach Hause gebracht», erklärte Comparis-Finanzexperte Michael Kuhn.

Bei den wöchentlich im Netz bestellten Gütern werden am häufigsten Lebensmittel gekauft. Bei Produkten, die mehrmals monatlich bis zweimonatlich gekauft werden, dominieren laut der Umfrage Kleider, Schuhe und Accessoires.