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Kinderpornoseiten sollen gelöscht statt gesperrt werden

Als beinahe einziges westliches Land beteiligt sich die Schweiz nicht am Netzwerk Inhope, das gegen Kinderpornografie im Internet vorgeht. Das müsse sich ändern, fordert die Digitale Gesellschaft im Hinblick auf die Behandlung des Fernmeldegesetzes im Parlament.
Kinderpornoseiten sollten unverzüglich aus dem Internet gelöscht werden, Netzsperren brächten nichts, schreibt die Digitale Gesellschaft im Hinblick auf das revidierte Fernmeldegesetz. (Bild: KEYSTONE/MARTIN RUETSCHI)

Kinderpornoseiten sollten unverzüglich aus dem Internet gelöscht werden, Netzsperren brächten nichts, schreibt die Digitale Gesellschaft im Hinblick auf das revidierte Fernmeldegesetz. (Bild: KEYSTONE/MARTIN RUETSCHI)

(sda)

«Netzsperren gegen Kinderpornografie sind schädlich, unwirksam und zynisch», schreibt die Organisation in einer Mitteilung vom Freitag. Das einzig nützliche Mittel im Kampf gegen die kriminellen Internetseiten sei das schnelle Löschen der Inhalte.

Dafür setzt sich Inhope ein, ein internationales Netzwerk von Meldestellen für Kinderpornografie. Inhope ist seit Jahren in vielen westlichen Ländern tätig. Aufgrund von Meldungen, auch von Opfern, sorgt das Netzwerk erfolgreich für eine schnelle Löschung von Kinderpornografie und liefert Strafverfolgungsbehörden weltweit die Informationen für die Strafverfolgung.

Netzsperren dagegen, wie sie der Bund im revidierten Fernmeldegesetz vorsieht, können laut der Digitalen Gesellschaft ohne weiteres umgangen werden. Zudem würden damit die Internetkriminalität gefördert und das Vertrauen in die kritische Infrastruktur gefährdet.

Die Digitale Gesellschaft fordert nun vom Nationalrat, bei der Revision des Fernmeldegesetzes auf «Löschen statt Sperren» zu setzen und sich zu einer sicheren Internetinfrastruktur zu bekennen.

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