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Klassische Bank-Hypotheken im Vergleich am teuersten

Auf den ersten Blick schneiden klassische Bankangebote bei einem Preisvergleich von Festhypotheken am schlechtesten ab. Günstiger sind die Angebote von Pensionskassen und Versicherern.
Wo lohnt sich die Hypothek am meisten? Ein Vergleich kann sich lohnen (Archivbild). (Bild: KEYSTONE/SIGI TISCHLER)

Wo lohnt sich die Hypothek am meisten? Ein Vergleich kann sich lohnen (Archivbild). (Bild: KEYSTONE/SIGI TISCHLER)

(sda/awp)

Am wenigsten berappen müssen Hauskäufer und -besitzer bei Online-Angeboten von Banken. Allerdings sind bei dem Vergleich Rabatte nicht eingerechnet.

Die Richtzinsen für dreijährige Festhypotheken liegen bei Online-Anbietern im Schnitt bei 0,74 Prozent, wie die Vergleichsplattform Comparis am Dienstag mitteilte. Zum Vergleich: Bei Pensionskassen müssen im Schnitt 0,87 Prozent Zinsen bezahlt werden, bei Versicherern 1 Prozent und bei Banken mit klassischen Vertriebskanälen 1,08 Prozent. Ähnlich sind die Abstufungen bei fünf- und zehnjährigen Hypotheken.

Keine komplizierten Hypotheken online

Allerdings kommen die günstigen Konditionen bei Online-Produkten nicht von ungefähr: Diese Angebote seien in der Regel diversen Restriktionen unterworfen, schrieb Comparis. So könnten Hypothekarnehmer beispielsweise höchstens 66 Prozent ihrer Liegenschaft mit der Hypothek finanzieren. Oder die Kredithöhe sei auf eine Million Franken limitiert. Und teilweise seien nur Ablösungen von Hypotheken möglich.

Zudem berücksichtigt der Vergleich nur den angegebenen Richtzins. Während dieser bei Online-Anbieterin oft bereits der tiefste Preis sei, gäben Banken häufig Rabatt, wenn der Kunde weitere Geschäfte bei der Bank tätigt. Grundsätzlich lägen die Richtzinsen rund 10 bis 50 Basispunkte über dem verhandelbaren Bestpreis, hiess es in der Mitteilung. Damit könnten sogar tiefere Zinssätze als online drinliegen.

Banken bei Vermarktung im Vorteil

Pensionskassen und Versicherer haben derweil laut Comparis strukturelle Vorteile bei der Hypotheken-Vergabe. Denn sie unterliegen nicht denselben Regulierungen wie die Banken: So gilt der antizyklische Kapitalpuffer für sie nicht. Dieser wird von der Schweizerischen Nationalbank festgelegt und verpflichtet die Banken, ihre Hypotheken mit mehr Kapital abzusichern, um einer Immobilienblase entgegenzuwirken.

Zudem müssten sie keine Spargelder verzinsen und könnten «ohne Druck die über Jahrzehnte angelegten Prämieneinnahmen für die Hypothekenvergabe nutzen», so Comparis. Auf der anderen Seite hätten sie noch nicht die notwendigen Strukturen und Prozesse, um Hypotheken aggressiv zu vermarkten. Deshalb hätten sie oft einfache, risikoarme Hypotheken mit langen Laufzeiten im Fokus und wendeten in der Regel strengere Vergabekriterien an.

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