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Koalition fordert Einhaltung der Nachtruhe durch Flugverkehr

Die Koalition Luftverkehr Umwelt und Gesundheit (Klug) fordert die Einhaltung der Nachtruhe an allen Schweizer Flughäfen und konzessionierten Flugplätzen. Zudem fordert sie gestützt auf die aktuellsten wissenschaftlichen Kenntnisse neue Grenzwerte für den Fluglärm.
Die Koalition Luftverkehr Umwelt und Gesundheit (Klug) fordert die strikte Einhaltung der Nachtruhe an allen Schweizer Flughäfen und Flugplätzen. (Bild: KEYSTONE/CHRISTIAN MERZ)

Die Koalition Luftverkehr Umwelt und Gesundheit (Klug) fordert die strikte Einhaltung der Nachtruhe an allen Schweizer Flughäfen und Flugplätzen. (Bild: KEYSTONE/CHRISTIAN MERZ)

(sda)

Die Koalition aus zwanzig Mitgliedern, der vor allem Umwelt- und Schutzverbände angehören, lancierte am Donnerstag in Bern eine Petition, um ihren Forderungen Nachachtung zu verschaffen.

Jüngste Studien zeigten auf, dass Menschen, die regelmässig Fluglärm ausgesetzt seien, ein höheres Risiko für Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Krankheiten und Diabetes hätten, begründete Klug ihre Forderungen an einer Medienkonferenz. Die andauernde Lärmbelastung löse Stress und Schlafstörungen aus und könne die Psyche der Bevölkerung in Mitleidenschaft ziehen.

Die Schlafstörungen beeinträchtigten nicht zuletzt die kognitive Entwicklung der Kinder und schlage sich deutlich in deren Lernfähigkeit nieder. Beträchtliche Auswirkungen auf ihre Schullaufbahn seien die Folge.

Deshalb fordert Klug die strikte Einhaltung der Nachtruhe von 22 Uhr bis 7 Uhr. Kritisiert wird zudem, dass die in der Lärmschutz-Verordnung festgehaltenen Immissionsgrenzwerte weder tagsüber noch in der Nacht eingehalten würden.

Geltende Grenzwerte ungenügend

Studien kämen nicht nur zum Schluss, dass schon eine Lärmbelastung unter den heute geltenden Grenzwerten für die Bevölkerung gesundheitsschädlich sei, sondern wiesen auch noch darauf hin, dass diese Werte rund um die Flughäfen und Flugplätze regelmässig überschritten würden.

Diesen Risiken zum Trotz setze der Bund weiterhin auf ein unbedachtes Wachstum des Luftverkehrs. Der Bund sehe für 2030 632'000 Flugbewegungen im Linien- und Charterverkehr vor, ein Drittel mehr als die 2016 gezählten 468'226.

Diese Prognose bedeute unweigerlich eine weitere Zunahme der bereits jetzt immer zahlreicheren Nachtflüge. Heute seien 65'000 Menschen tagsüber übermässigem Fluglärm ausgesetzt. Diese Zahl steige auf 95'000 in der Nacht.

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