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KOF-Konjunkturbarometer steigt im Juli deutlich

Der Gegenwind für die Schweizer Konjunktur lässt gemäss dem neuesten KOF-Konjunkturbarometer etwas nach. Der von der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich berechnete Frühindikator ist im Juli erstmals seit März wieder gestiegen.
Das Gastgewerbe hat zur positiven Entwicklung der Schweizer Konjunktur im Juli beigetragen. (Bild: KEYSTONE/PETER KLAUNZER)

Das Gastgewerbe hat zur positiven Entwicklung der Schweizer Konjunktur im Juli beigetragen. (Bild: KEYSTONE/PETER KLAUNZER)

(sda/awp)

Konkret legte das Barometer im Berichtsmonat um 3,3 auf 97,1 Zähler zu, wobei auch der Vormonats-Wert leicht nach oben revidiert wurde (+0,2 Pkt). Der für den Juli ausgewiesene Wert liegt deutlich über den Schätzungen: Die von der Nachrichtenagentur AWP befragten Ökonomen hatten den Indikator im Vorfeld lediglich im Bereich von 92,5 bis 95,0 Punkten erwartet.

Zum Aufatmen ist es allerdings noch zu früh. Das Barometer zeige nach wie vor eine unterdurchschnittliche Dynamik an, heisst es nämlich in der Mitteilung der KOF vom Dienstag. Die Schweizer Konjunktur schwächle somit weiterhin.

Ausland wirkt weiter bremsend

Etwas günstigere Signale als bis anhin kommen laut KOF vom Verarbeitenden Gewerbe, von den übrigen Dienstleistungen, vom Gastgewerbe und von den Finanz- und Versicherungsdienstleistungen. Die Bauwirtschaft trage ebenfalls leicht zur positiven Entwicklung bei. Und die Konsumperspektiven seien praktisch unverändert. Bremsend wirkten dagegen die Indikatoren für die Nachfrage aus dem Ausland.

Im Produzierenden Gewerbe (Verarbeitendes Gewerbe und Baugewerbe) stärken den Angaben zufolge vor allem die Indikatoren zur Wettbewerbssituation und zur Beschäftigtenzahl das Barometer. Dagegen seien die Indikatoren zum Vorprodukteeinkauf nach unten gerichtet. Insgesamt hätten sich die Perspektiven für das Produzierende Gewerbe aber spürbar aufgehellt, heisst es.

Im Verarbeitenden Gewerbe seien die Aussichten derweil vor allem für die Bereiche Elektroindustrie und Nahrungs- und Genussmittel günstiger, schreibt die KOF. Aber auch für den Maschinen- und Fahrzeugbau, den Metallbereich und die Textil- und Bekleidungsindustrie hellten sie sich etwas auf. Eingetrübt hätten sich hingegen die Aussichten für die Bereiche Holz, Glas, Steine sowie Papier, Druck und die Hersteller sonstiger Waren.

Das KOF-Konjunkturbarometer ist ein Frühindikator für die Entwicklung der Schweizer Konjunktur. Es handelt sich um einen Sammelindikator, der sich aus einer Vielzahl von Einzelindikatoren zusammensetzt. Diese werden über statistisch ermittelte Gewichte zu einem Gesamtindikator zusammengefasst.

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